Zum Hauptinhalt springen

Verrückt oder verantwortungslos?

Sonova-Patron Andy Rihs ist ein Gefühlsmensch. Einer, der allem nachjagt, was ihn zu begeistern vermag. Und lebt seine Launen auch in Bereichen aus, von denen er «überhaupt nichts versteht».

Knalleffekt: Andy Rhis eröffnet das Zürcher Sechstagerennen im Hallenstadion (15. Dezember 2009).
Knalleffekt: Andy Rhis eröffnet das Zürcher Sechstagerennen im Hallenstadion (15. Dezember 2009).
Keystone
Hoher Besuch: Die damalige Bundespräsidentin Doris Leuthard besucht die Sonova in Stäfa (11. Oktober 2010).
Hoher Besuch: Die damalige Bundespräsidentin Doris Leuthard besucht die Sonova in Stäfa (11. Oktober 2010).
Keystone
Auch im Fussball engagiert: YB-Verwaltungsrat Andy Rihs.
Auch im Fussball engagiert: YB-Verwaltungsrat Andy Rihs.
Keystone
1 / 7

Sonova-Gründer Andy Rihs ist der Nicolas Hayek der Hörgeräte-Branche: Der 68-Jährige gilt als innovativ, zuverlässig, integer. Doch der Skandal um mögliche Insidergeschäfte bei der ehemaligen Phonak zeigt den Stäfner Industriepionier in einem schiefen Licht. Sein Ruf leidet – nicht zum ersten Mal.

Am bekanntesten ist wohl der Skandal um den amerikanischen Radprofi Floyd Landis, der 2006 für Rihs’ Phonak-Team die Tour de France gewann. 2007 wurde Landis des Dopings überführt – und musste den Titel wieder abgeben. Kaum hatte sich der Verdacht gegen Landis erhärtet, stellte ihn Rihs auf die Strasse und zog sich vorübergehend aus dem Radsport zurück, um dem Gerede ein Ende zu machen. Dass er als Patron und Sponsor von der ärztlichen Nachhilfe im Phonak-Team keine Kenntnis gehabt haben soll, liess sich so wenig beweisen wie der Verdacht, dass sie seinen Segen hatte. In der Öffentlichkeit hatte sich Rihs stets als Kämpfer gegen Doping im Radsport gebärdet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.