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BLS holt nach Projektflop neuen IT-Chef

Franziska Jermann, Leiterin Personal, verlässt spätestens Ende 2020 die BLS. Jean-Marc Leutenegger wird neuer Leiter der BLS-Informatik.

Julian Witschi
Franziska Jermann geht, Marc Leutenegger kommt.
Franziska Jermann geht, Marc Leutenegger kommt.
zvg

Der Flop mit einer neuen Software zur Einsatzplanung von Zügen und Personal kostete die BLS 20 bis 23 Millionen Franken. Nun erhält das Berner Verkehrsunternehmen einen neuen IT-Chef. Ferner gibt die Personalchefin ihren Posten ab, wie die BLS am Freitag mitteilte.

Leiter Informatik wird Jean-Marc Leutenegger.Der 55-jährige Berner folgt auf Daniel Leuenberger, der die BLS im letzten Mai in Richtung Migros Aare verlassen hatte.

Zu langsam

Im September gab die BLS dann bekannt, dass sie ihr Projekt für eine neue Software zur Einsatzplanung von Zügen und Personal abbricht.Die mit der Firma IVU in Berlingetestete Software habe sich als zu langsam erwiesen, um im Störungsfall im Bahnbetrieb rasch reagieren und umdisponieren zu können.

Das habe einen Abschreiber von 20 bis 23 Millionen Franken zur Folge, vor allem,weil Eigenleistungen wie die Lohnkosten der Projektmitarbeitenden aktiviert worden seien, hiess es. Die bisherige Software RailOpt, die bis 2021 durch eine neue hätte ersetzt werden sollen, läuft vorläufig weiter.

Seit dem Abgang wurde die BLS Informatik mit ihren rund 120 Mitarbeitenden ad interim von David Spale geführt. Die BLS nutzte gemäss den Angaben die Zeit, umdas Stellenprofil für die IT-Leitung «stärker auf Transformationsprozesse und die Durchsetzung von unternehmensweiten IT-Standards» auszurichten.

Experte im Personalwesen

Der neue IT-Chef Leutenegger ist seit 2017 IT-Direktor bei der Waadtländer Personalmanagement-Firma Trianon. Zuvor war er elf Jahre lang Direktionsmitglied der Mobiliar-Versicherung in Bern. Total ist er seit über 25 Jahren in der IT-Branche tätig.

Personalchefin Franziska Jermann wird ihre Funktion spätestens per Ende 2020 abgeben. Die 55-Jährige werde sich auf Spezialaufgaben konzentrieren, hiess es. Jermann gehört seit zehn Jahren der Geschäftsleitung an. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung danken ihr dafür, dass sie das Personalmanagement ausgebaut und professionalisiert habe. Ihre Nachfolge steht noch nicht fest. Der Posten für die Leitung Personal wird ausgeschrieben.

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