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Wieder Milliardenpleite in Spanien

Die spanische Immobiliengesellschaft Sacresa hat Gläubigerschutz beantragt. Sie hat 1,8 Milliarden Euro Schulden. Es ist die drittgrösste Pleite des Landes.

Grossorojekte: Sacresa plante vor allem Wohnüberbauungen wie hier in Viladecans bei Barcelona.
Grossorojekte: Sacresa plante vor allem Wohnüberbauungen wie hier in Viladecans bei Barcelona.

Dreimonatige Verhandlungen mit Banken über eine Refinanzierung der Schulden in Höhe von 1,75 Milliarden Euro seien ergebnislos beendet worden. Dies sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Anwälte der Immobiliengesellschaft Sacresa wollen noch am Montag einen Antrag beim Handelsgericht in Barcelona einreichen. Seit 2008 ist Das Unternehmen ist der dritte Bauträger, der Gläubigerschutz beantragt hat. Das Unternehmen hat 150 Angestellte. Die Pleite von Sacresa ist die drittgrösste in der spanischen Wirtschaftsgeschichte. Die anderen beiden grossen waren ebenfalls aus der Immobilienbranche: Martinsa-Fedesa und Habitat.

Das in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnte Spanien wurde von der Wirtschaftskrise besonders hart erwischt, weil ähnlich wie in den USA eine Immobilienblase platzte. Der Bauboom, der die Konjunktur über Jahre gestützt hatte, kam zum Erliegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei rund 20 Prozent. Die Regierung hat inzwischen massive Sparprogramme verkündet.

dapd/se

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