Zum Hauptinhalt springen

«Wirklich brisant ist der Verdacht auf Insiderhandel»

Wie delikat ist der Aktienskandal bei der Sonova? Ein Experte nimmt Stellung.

«Es ist unglaubhaft, wenn Rihs sagt, er habe nicht mit dem Konzernchef über die Geschäftsentwicklung gesprochen»: Der neue CEO Alexander Zschokke und VR-Präsident Robert Spoerry, der abtretende VR Andy Rihs und der Kommunikationsberater von Sonova, Sacha Wigdorovits (v.l.n.r.).
«Es ist unglaubhaft, wenn Rihs sagt, er habe nicht mit dem Konzernchef über die Geschäftsentwicklung gesprochen»: Der neue CEO Alexander Zschokke und VR-Präsident Robert Spoerry, der abtretende VR Andy Rihs und der Kommunikationsberater von Sonova, Sacha Wigdorovits (v.l.n.r.).
Keystone

Herr Kunz, wie schätzen Sie die jüngste Entwicklung bei Sonova ein? Ich bin überrascht, wie unkritisch erste Reaktionen in den elektronischen Medien ausgefallen sind. Die öffentlich zugänglichen Informationen sind brisant.

Was meinen Sie damit? Sonova stellt die Verletzung der Publizitätsvorschriften als zentralen Punkt dar für den Rücktritt der zwei wichtigsten Manager, also Konzernchef Valentin Chapero und Finanzchef Oliver Walker. Dabei wiegt dieser Fehler nicht so schwer. Solche Verstösse kommen in grossen Publikumsgesellschaften öfter vor und rechtfertigen kaum den Rücktritt zweier Schlüsselpersonen. Die Schweizer Börse sanktioniert diesen Fehler vermutlich mit einem Verweis oder einer kleinen Busse. Wirklich brisant ist der Verdacht auf Insiderhandel.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.