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WEF: Staatliche Zahlungsausfälle grösstes Risiko 2011

London Staatliche Zahlungsausfälle gehören nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) in diesem Jahr zu den grössten Bedrohungen für die Welt.

Hinzu komme, dass der im Gefolge der Finanzkrise entstandene Schuldenberg die Fähigkeit der Staaten, weitere Schocks abzufedern, auf ein kritisch niedriges Niveau gesenkt habe, heisst es in dem Global-Risk-Bericht des WEF. Angesichts fehlender weitreichender Strukturreformen gebe es ein hohes Risiko, dass Staaten ihre Schulden nicht mehr bedienen könnten, sagte einer der Autoren der Berichts, Daniel Hofmann, von Zurich Financial Services. Der Bericht wurde am Mittwoch vor dem WEF-Treffen in Davos veröffentlicht, zu dem in zwei Wochen Politiker, Zentralbanker und Vertreter der Wirtschaft erwartet werden. Die instabile Lage der Weltwirtschaft dürfte die Gespräche in Davos ebenso bestimmen wie die wachsende Kluft zwischen den wirtschaftlich rasant wachsenden Schwellenländern und der eher flauen Wirtschaftslage in der entwickelten Welt. Solche Ungleichgewichte vergrösserten die Gefahr des Protektionismus und von Währungskriegen. In einer zunehmend vernetzten Welt steige auch das Risiko, dass sich Schwächen der Weltwirtschaft rasch ausbreiteten. Daher wachse die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der Regierungen in aller Welt. Zu den weitere Risiken für das laufende Jahr zählt der Bericht die Versorgung mit Grundgütern wie Nahrungsmitteln, Wasser und Energie. Nach Ansicht des Unternehmensberaters John Drzik erhöht sich dieses Risiko noch dadurch, dass durch anhaltende Haushaltsdefizite nötig Infrastrukturinvestitionen ausblieben.

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