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Mit dem Milliardär Papiertüten kleben in Davos

Hansjörg Wyss gehört zu den Top Ten der reichsten Schweizer. Am WEF liess er sich erniedrigen, verkaufte seine Uhr für ein paar Krümel Essen – und verstand dies als Zeichen.

Wie es ist, mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag zu leben: Der Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss an der «Struggle for Survival» Simulation.
Wie es ist, mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag zu leben: Der Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss an der «Struggle for Survival» Simulation.
Matthias Chapman
Die Simulation wird von der NGO «Crossroads Foundation» am WEF in Davos angeboten: Hansjörg Wyss beim Papier falten.
Die Simulation wird von der NGO «Crossroads Foundation» am WEF in Davos angeboten: Hansjörg Wyss beim Papier falten.
Matthias Chapman
Im Anzug ganz unten: Teilnehmer und Veranstalter des «Struggle for Survival». (21. Januar 2015)
Im Anzug ganz unten: Teilnehmer und Veranstalter des «Struggle for Survival». (21. Januar 2015)
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Rostige Wellbleche, dreckige Hühnergitter, ein spärlich tropfender Wasserhahn: In schummrigem Licht kleben Menschen am Boden sitzend aus Zeitungspapier Tüten, damit sie diese dutzendweise für ein paar Cent einem Händler verkaufen können. Mit dem wenigen Geld kaufen sie Hirse, Mais und Wasser.

Die Szene, die sich in Davos abspielt, ist unangenehm. Sie zeigt einen krassen Kontrast zur Krawatte tragenden, farbig beleuchteten Welt in und um das Kongresszentrum des WEF. Und sie ist eine Kreuzung der beiden Welten. Die Papiertüten kleben nämlich nicht die Ärmsten dieser Welt, sondern grau melierte Herren im Anzug und Frauen im Deuxpièces.

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