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Zahl der Flugpassagiere steigt auf Rekordhoch

Noch nie reisten so viele Menschen per Flugzeug. Was der Hauptgrund für den weltweiten Anstieg ist und wo der Verkehr am stärksten wächst.

Am Himmel wird es immer enger: Im vergangenen Jahr haben die Fluggesellschaften die Rekordzahl von weltweit 4,1 Milliarden Passagieren transportiert. Das sind 7,1 Prozent mehr als noch 2016, wie die Internationale Organisation für zivile Luftfahrt (ICAO) mitteilte. Seit 2006 hat sich die Anzahl Flugpassagiere damit beinahe verdoppelt.

Hauptgrund für den höchsten Anstieg der letzten sieben Jahre war der florierende Markt der Billigfluggesellschaften. Diese wachsen laut ICAO durchwegs schneller als der weltweite Durchschnitt und werden ihren Marktanteil in den kommenden Jahren noch ausbauen, besonders in Schwellenländern. Immer mehr Menschen können sich also die Reise per Flugzeug leisten.

2017 beförderten die Billigfluggesellschaften 1,2 Milliarden Passagiere und waren damit für knapp 30 Prozent des zivilen Luftverkehrs verantwortlich. Besonders in Europa (33 Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum (31 Prozent) boomen Billigflieger.

Letzterer gehört auch insgesamt zu den grössten Wachstumsmärkten: In Asien und Ozeanien nahm der internationale Personenverkehr im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent zu. Nur in Lateinamerika war der Anstieg der zurückgelegten Flugkilometer mit 10 Prozent noch höher.

Weltweit verzeichnete die ICAO bei den zurückgelegten Flugkilometern einen Anstieg um acht Prozent. In allen Regionen lagen die Zuwachsraten über dem Vorjahresniveau – ausser im Nahen Osten. Dort halbierte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr beinahe. Schuld sind das harte Wettbewerbsumfeld, die tiefen Ölpreise und der Einfluss des starken US-Dollars. Mit 6,9 Prozent wächst der Markt im Nahen Osten aber immer noch stärker als in Nordamerika.

Europa profitierte von verbesserten ökonomischen Bedingungen, legte um 8,1 Prozent zu und ist weiterhin der mit Abstand wichtigste Markt für die zivile Luftfahrtbranche. 37 Prozent der weltweiten Passagierkilometer werden hier abgewickelt. Der asiatisch-pazifische Raum ist mit einem Anteil von 29 Prozent die zweitwichtigste Region für den Flugverkehr. Danach folgen die arabischen Länder und Nordamerika. Mittel- und Südamerika sowie Afrika machen verhältnismässig wenig aus.

Dank der Zunahme der Passagierzahlen erreichten die Fluggesellschaften im vergangenen Jahr eine Rekordauslastung von 81,2 Prozent. Ausserdem konnten sie so den Anstieg der durchschnittlichen Kerosinpreise um 25 Prozent besser verkraften. Das ICAO rechnet damit, dass die Fluggesellschaften das Jahr 2017 mit einem Betriebsgewinn von 60 Milliarden US-Dollar abschliessen – auch dies wäre ein neuer Rekord.

Und die Aussichten sind auch in diesem Jahr rosig. Das von der Weltbank prognostizierte Wachstum des weltweiten Bruttoinlandprodukts um 2,9 Prozent 2018 (2017: 2,7 Prozent) könnte die Nachfrage nach Flugreisen weiter ankurbeln. Zusätzlich werden Passagiere wohl mit tieferen Preisen gelockt, welche die Fluggesellschaften dank des tiefen Kerosinpreises anbieten können.

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