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Zurich wegen Naturkatastrophen mit Gewinneinbruch um ein Drittel

Der Versicherungskonzern Zurich Financial Services ist von den Naturkatastrophen in Australien, Neuseeland und Japan erheblich belastet worden.

Der Reingewinn sank im ersten Quartal um 32 Prozent auf 637 Millionen Dollar. Der Gesamtschaden aus den Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie den Unwettern in Australien (Stürmen in Victoria, Zyklon Yasi und Überschwemmungen in Brisbane) belief sich auf 517 Millionen Dollar. Von den Analysten waren bisher 500 Millionen Dollar erwartet worden, den Reingewinn hatten sie auf 751 Millionen Dollar deutlich höher geschätzt. Die operative Leistung von Zurich sei erneut solide gewesen, wird Konzernchef Martin Senn im Communiqué vom Donnerstag zitiert. Der Gruppenumsatz schrumpfte aber um 6 Prozent auf 17,869 Milliarden Dollar. Während in der Schadenversicherung die Bruttoprämien und Policengebühren um 1 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zunahmen, tauchte der Betriebsgewinn der Sparte um 56 Prozent auf 276 Millionen Dollar. Der Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich von 99,0 auf 103,6 Prozent. Im Lebengeschäft schrumpften die Prämien um 5 Prozent auf 6,379 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn stieg hingegen um 3 Prozent auf 362 Millionen Dollar. Neben den Katastrophen sei das Ergebnis von der langsamen wirtschaftlichen Erholung in den USA und vielen Ländern Europas geprägt, erklärte Senn. Demgegenüber habe Zurich ihre Präsenz in aufstrebenden Märkten gefestigt und die Position im Bankvertrieb gestärkt. Die im Februar bekannt gegebene Allianz mit Banco Santander in Lateinamerika werde Zurich den Zugang zu Millionen neuer Kunden in Brasilien, Mexiko, Chile, Argentinien und Uruguay gewähren. Senn gab zudem bekannt, dass Zurich und die Deutsche Bank ihre exklusive Vertriebsvereinbarung für Lebens- und Schadenversicherungen um 10 Jahre verlängern wollten.

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