Zum Hauptinhalt springen

Der Offizier, der Chiasso rettete – und zum tragischen Helden wurde

Ende April 1945 wäre es fast zu einem deutschen Überfall auf die Schweizer Südgrenze gekommen. Ein Tessiner Oberst hat dies verhindert. Jetzt wird seine Geschichte neu geschrieben.

April 1945: Oberst Mario Martinoni (3. v. l.) mit US-Major Joseph McDivitt.
April 1945: Oberst Mario Martinoni (3. v. l.) mit US-Major Joseph McDivitt.
PD

Es waren dramatische Tage an der schweizerisch-italienischen Grenze, damals im April 1945. In Norditalien war die Republik von Salò des faschistischen Diktators Benito Mussolini zusammengebrochen, und die Besatzungstruppen der Wehrmacht waren in Auflösung begriffen.

In dieser Situation tauchte am Abend des 27. April eine gut 300 Mann starke deutsche Einheit am Grenzposten Chiasso auf und verlangte ultimativ Einlass in die Schweiz, den man nötigenfalls mit Waffengewalt zu erzwingen bereit sei. Die Schweizer Truppen an der Grenze hatten Order, den Grenzübertritt der Deutschen mit allen Mitteln zu verhindern. Dies gelang ihnen schliesslich auch, ohne dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung kam.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.