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«Stärkste Form von Repression seit Verfolgung durch Pro Juventute»

Für den Historiker Bernhard Schär ist die Auflösung des Protests der Jenischen auf der Kleinen Allmend ein grosser Rückschritt.

Die Barriere ist zwar zu, aber alle Fahrzeuge der Fahrenden befinden sich auf dem ehemaligen Expo-Gelände.
Die Barriere ist zwar zu, aber alle Fahrzeuge der Fahrenden befinden sich auf dem ehemaligen Expo-Gelände.
Jürg Spori
Die Fahrenden haben die Einzäunung der Brache entfernt und bringen nun Fahrzeug um Fahrzeug aufs Gelände.
Die Fahrenden haben die Einzäunung der Brache entfernt und bringen nun Fahrzeug um Fahrzeug aufs Gelände.
Jürg Spori
Die Schweizer Jenischen wollen auf ihre Situation aufmerksam machen und fordern in der ganzen Schweiz mehr Stellplätze.
Die Schweizer Jenischen wollen auf ihre Situation aufmerksam machen und fordern in der ganzen Schweiz mehr Stellplätze.
Urs Baumann
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Herr Schär, Sie haben die Ereignisse in der Stadt Bern um die Jenischen in den letzten Tagen verfolgt. Wie ordnen Sie das Geschehene ein? Ich hoffe, dass es keine Zäsur ist. Grob gesehen gibt es zwei Phasen in der Geschichte der Jenischen. Die Verfolgung der Minderheiten von 1850 bis zur Beendung des Hilfswerks Kinder der Landstrasse von Pro Juventute 1973. Dann kommt die Phase der Emanzipation der Jenischen respektive der Anerkennung ihrer Rechte durch die Behörden. Ich hoffe, dass die Ereignisse vom Donnerstag nicht das Ende der emanzipatorischen Phase sind. Es ist die vermutlich stärkste Form von Repression seit dem Ende der Verfolgung durch Pro Juventute.

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