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Weltgesundheitsorganisation hebt Zika-Notstand auf

Die WHO hat das Ende des weltweiten Gesundheitsnotstands wegen der Zika-Epidemie erklärt. Das Virus bleibe aber eine «bedeutende und langanhaltende» Gefahr für die Gesundheit.

Das Zika-Virus ist besonders für Schwangere gefährlich: Eine Ärztin untersucht ein mit Mikroenzephalie geborenes Baby in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Campina Grande. (12. Februar 2016)
Das Zika-Virus ist besonders für Schwangere gefährlich: Eine Ärztin untersucht ein mit Mikroenzephalie geborenes Baby in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Campina Grande. (12. Februar 2016)
Felipe Dana/AP, Keystone
Gefährlicher Stich: Eine Tigermücke auf menschlicher Haut, aufgenommen in einem Forschungszentrum im kolumbianischen Cali. (25. Januar 2016)
Gefährlicher Stich: Eine Tigermücke auf menschlicher Haut, aufgenommen in einem Forschungszentrum im kolumbianischen Cali. (25. Januar 2016)
Luis Robayo, AFP
Kleine Stiche, grosse Wirkung: Die Gelbfiebermücke verursacht eine rasante Ausbreitung des Zika-Virus.
Kleine Stiche, grosse Wirkung: Die Gelbfiebermücke verursacht eine rasante Ausbreitung des Zika-Virus.
Keystone
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den wegen der Zika-Epidemie ausgerufenen globalen Gesundheitsnotstand aufgehoben. Die Ausbreitung des Virus auf mehr als 30 Länder sei allerdings weiterhin ein schwerwiegendes Problem und die Bekämpfung erfordere anhaltende internationale Anstrengungen.

Das erklärte der Vorsitzende des WHO-Notfallkomitees, David Heymann, heute Abend in Genf. Zuvor hatten von der WHO berufene Virus-Experten in einer internationalen Telefonkonferenz die Zika-Lage erörtert. Die Entscheidung der UNO-Organisation zur Aufhebung des vor neun Monaten ausgerufenen globalen Notstands erfolgte auf Empfehlung der Experten.

Geforscht wird weiterhin

Auch wenn sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt habe, dürften die Gefahren nicht unterschätzt werden, erklärten die Experten. Eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit Zika sei noch weitgehend ungeklärt, sagte der WHO-Abteilungsdirektor für Notfallprogramme Peter Salama. Die weitere intensive Erforschung des Virus sei daher unbedingt erforderlich.

Zu den offenen Fragen gehören die Auslöser für Schädelmissbildungen (Mikroenzephalie) bei Embryos von mit Zika infizierten Schwangeren. Aus zahlreichen Ländern waren derartige Probleme bei Neugeborenen berichtet worden. Allein in Brasilien gab es bislang mehr als 2000 solcher Fälle.

David Heymann von der London School of Hygiene and Tropical erklärte, Zika bleibe ungeachtet der Aufhebung des globalen Notstands eine «bedeutende und langanhaltende» Gefahr für die Gesundheit.

Zika wird vor allem durch Moskitos verbreitet. Der Erreger kann aber laut WHO auch längere Zeit nach einer überstandenen Infektion durch Samenflüssigkeit beim Sex übertragen werden. Symptome der in den meisten Fällen glimpflich verlaufenden Erkrankung ähneln denen eines grippalen Infekts.

SDA/nag

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