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Nach dem grossen Waldbrand blüht die Natur auf

In Leuk verbrannten vor zehn Jahren 300 Hektaren Wald. Heute ist die Artenvielfalt grösser als zuvor, einige Pflanzen und Tiere sind wahre Feuerspezialisten. Noch fehlen Bäume als Schutz vor Steinschlag.

Der Waldbrand war im Wallis der grösste der letzten hundert Jahre.
Der Waldbrand war im Wallis der grösste der letzten hundert Jahre.
Lukas Denzler
Mitten im abgebrannten Wald überlebte eine kleine Insel von Bäumen.
Mitten im abgebrannten Wald überlebte eine kleine Insel von Bäumen.
Lukas Denzler
Recycling: Ein Teil der toten Bäume wurde zum Lawinenschutz gefällt.
Recycling: Ein Teil der toten Bäume wurde zum Lawinenschutz gefällt.
Olivier Maire, Keystone
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Allmählich verblassen die Erinnerungen an den Hitzesommer 2003. Nicht so in Leuk im Oberwallis. Genau vor zehn Jahren ereignete sich dort der grösste Waldbrand im Wallis der letzten hundert Jahre. 300  Hektaren Wald verbrannten, rund 200 000 Bäume wurden ein Raub der Flammen. Die drei Wochen dauernde Feuerbekämpfung kostete rund zwei Millionen Franken. Für Leuk besonders bitter: Es war ein Brandstifter am Werk gewesen. Weil rund 70  Hektaren Schutzwald zerstört waren, mussten Leuk-Stadt sowie die Kantonsstrasse nach Leukerbad für rund 1,8  Millionen Franken mit Netzen und Erddämmen vor Steinschlag geschützt werden. Auch zehn Jahre nach dem Waldbrand sind dessen Spuren immer noch allgegenwärtig. Am augenfälligsten sind die vielen abgestorbenen, noch stehenden Bäume vor allem im oberen Teil der Waldbrandfläche. Immer wieder kippt ein Dürrständer um, weil die morschen Wurzeln reissen. Das hölzerne Gerippe des ehemaligen Waldes wird allmählich lückiger. Dazwischen schimmert es überall grün. Die klassische Pionierbaumarten Pappeln, Weiden und Birken konnten sich dank ihrer ausgesprochen flugfähigen Samen an vielen Stellen etablieren.

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