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Ohnmacht nach dem Klimabericht

Der Weltklimarat IPCC zeichnet das Bild einer Welt, die in den letzten 50 Jahren die Grenzen des Wachstums ignoriert hat.

Martin Läubli
Europa ist nach dem heissesten Juli seit Messbeginn sehr trocken. Erde am Rheinufer bei Düsseldorf. Foto: dpa
Europa ist nach dem heissesten Juli seit Messbeginn sehr trocken. Erde am Rheinufer bei Düsseldorf. Foto: dpa

Es ist der zweite Sonderbericht des Weltklimarates IPCC innerhalb eines Jahres, der weltweit Schlagzeilen und gleichzeitig ratlos macht.

Im letzten Oktober war es die Botschaft, dass bereits bei einer durchschnittlichen Erderwärmung um 1,5 Grad Küstenstädte überflutet werden und Korallenriffe sterben. Die Erde hat sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts bereits um rund 1 Grad erwärmt.

Gestern präsentierte der IPCC das Bild eines Planeten, den der Mensch gedankenlos für die Nahrungsproduktion ausbeutet. Mit der Konsequenz: verwüstete Böden, zerstörte Wälder, tockengelegte Moore – und frei werdende Treibhausgase, welche die Erdoberfläche zusätzlich erwärmen und damit die Landökosysteme weiter schwächen.

Die Schweiz exportiert sehr viel

Wir in der Schweiz könnten da getrost wegschauen, diese ökologischen Probleme sind nicht in unserer Reichweite. Von der Verantwortung können wir uns aber nicht drücken. Das Bundesamt für Umwelt hat uns erst kürzlich den Spiegel vorgehalten. Wir nehmen es mit dem Umweltschutz nicht so genau, wenn es um importierte Nahrungsmittel geht. Der Wasserverbrauch für diese Produkte ist im Ausland in den letzten zwei Jahrzehnten um 40 Prozent gestiegen. Andere Lebens- und Futtermittel stammen aus Ländern, in denen intensive Landwirtschaft betrieben wird. Die Schweiz exportiert einen grossen Teil der Umweltbelastung ins Ausland.

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Und nun, zehn Jahre später, fordert der Weltklimarat IPCC die Welt wieder auf, zusammenzuarbeiten. Das macht ratlos.

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