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Schweiz Tourismus plant Wolf-Safaris

Der Wolf soll das neue Aushängeschild von Schweiz Tourismus werden. Die Organisation will exklusive Wolf-Watching-Touren anbieten.

Gehören zu den Schweizer «Big Three»: Wölfe in einem Waadtländer Zoo (13. Juni 2013).
Gehören zu den Schweizer «Big Three»: Wölfe in einem Waadtländer Zoo (13. Juni 2013).
Jean-Christophe Bott, Keystone

Der Direktor von Schweiz Tourismus, will exklusive Wolf-Watching-Touren anbieten, auf denen die Spur des Raubtieres entdeckt werden kann. «Aus touristischer Sicht sehe ich den Wolf klar auch als Chance», sagt Jürg Schmid der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Er sei sich bewusst, dass der Wolf grosse Probleme verursachen könne, gerade wenn er Nutztiere reisse. Doch hierfür Lösungen zu finden, sei Sache der Politik.

Im Ausland geben Menschen für Whale- oder Dolphin-Watching ein Vermögen aus. Dieses Modell lässt sich laut Schmid auf einheimische Wildtiere «einschweizern». Die Krönung sei die Vollmond-Tour, bei der man den Wolf heulen höre. Die Wolf-Ausflüge könnten mit der Beobachtung des Adlers und der Steinböcke verbunden werden.

Der Direktor von Schweiz Tourismus spricht von den Big Three: Wolf, Adler und Steinbock. Damit spielt er auf die beliebten Big-Five-Safaris in Afrika an, wo bei touristischen Ausflügen mit etwas Glück Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard gesehen werden können.

Immer mehr Wölfe in der Schweiz

Jürg Schmid hat für das Wolf-Watching konkrete Vorstellungen: «Noch vor Sonnenaufgang bringt die Seilbahn eine kleine exklusive Gruppe auf den Berg. Mit einem Wildhüter verfolgt man die Spur des Wolfes», sagt er gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Die Gruppe begebe sich dank des Wildhüters an Orte, an denen sich das Raubtier kurz davor aufgehalten habe und man noch Spuren sehe. Dort informiere der Wildhüter über den Wolf: Wie lebt er? Was frisst er?

Ernst Wyrsch, der Präsident des Verbandes Hotelleriesuisse Graubünden, will die Idee unterstützen. Ihm gefällt der Ansatz, den Wolf touristisch zu nutzen. Es sei wichtig, den Wolf nicht nur als Gefahr, sondern auch als Chance zu sehen. «Ich bin überzeugt, dass der Mensch und der Wolf gut nebeneinander leben können», lässt sich Wyrsch zitieren.

In der Schweiz leben aktuell zwischen 15 und 20 Wölfe. Die Wolfspopulation wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.

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