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Wissenschaftler warnen vor weiterem Mega-Beben in Chile

Knapp sechs Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile mit der Stärke 8,8 sind Geologen erneut in Sorge.

Schrott und Schotter statt einer Bleibe: Am Sonntag nahe Pelluhue, nahe beim Epizentrum des Erdbebens, rund 320 Kilometer südwestlich von Santiago.
Schrott und Schotter statt einer Bleibe: Am Sonntag nahe Pelluhue, nahe beim Epizentrum des Erdbebens, rund 320 Kilometer südwestlich von Santiago.
Reuters
Ratlos vor den Trümmern: Zahllose Menschen haben kein Dach über dem Kopf.
Ratlos vor den Trümmern: Zahllose Menschen haben kein Dach über dem Kopf.
Reuters
Diese Menschen wurden in Santiago aus dem Schlaf gerissen.
Diese Menschen wurden in Santiago aus dem Schlaf gerissen.
Keystone
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Im Norden des Landes hätten sich ähnliche Spannungen im Untergrund aufgebaut wie in der Beben-Region vom Februar weiter südlich in den Regionen Maule und Bío Bío, schreiben der Geologe Paul Madariaga und Kollegen in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «Science». Bei den Erdstössen am 27. Februar kamen fast 350 Menschen ums Leben.

Weiter heisst es in dem Artikel, es sei Wissenschaftlern seint mindestens zehn Jahren bekannt gewesen, dass sich in den Regionen Maule und Bío Bío grosse Spannungen aufgebaut hatten, die jederzeit zu grossen Brüchen im Untergrund und damit zu einem verheerenden Erdbeben führen könnten. Allerdings seien keine ausreichenden Messinstrumente installiert gewesen, um die Regierung und die Menschen besser vor dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami zu warnen. Dies sollte in der ebenfalls extrem erdbebengefährdeten Nordregion unbedingt nachgeholt werden, fordern die Geologen.

Nach wie vor gebe es aber keine Möglichkeit, ein Erdbeben sicher vorherzusagen, betonen die Autoren: «Die wichtigste Lehre aus dem Erdbeben in der Region Maule ist, dass eine Risikoregion zwar sehr wohl identifiziert werden kann, es aber unmöglich bleibt, den Zeitpunkt vorherzusagen.» Deshalb sei es unerlässlich, dass alle Bauten erdbebensicher seien und vor allem auch ein Alarm- und Kommunikationssystem installiert werde, das auch ein Mega-Beben intakt überstehe könne.

(SDA)

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