Zum Hauptinhalt springen

Die Raumfahrt ist kein Wettlauf mehr

Vorbei die Zeit, als die USA und die Sowjetunion darum kämpften, wer zuerst einen Mensch ins All befördert oder zuerst auf dem Mond ist. Barack Obama hat diesem Kurs abgeschworen.

Nicht nur hier soll künftig zusammengearbeitet werden: Internationale Raumstation ISS. (Computerbild)
Nicht nur hier soll künftig zusammengearbeitet werden: Internationale Raumstation ISS. (Computerbild)
Reuters

US-Präsident Barack Obama will eine stärkere internationale Zusammenarbeit in der künftigen Raumfahrtpolitik seines Landes verankern. Ziel ist, die Umweltbelastung durch die Raumfahrt sowie die Unfallgefahr im All unter anderem durch Weltraumschrott zu verringern. Die neue Raumfahrtpolitik spiegle wider, wie die Vorgaben und Verpflichtungen in diesem Bereich sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert hätten, erklärte Obama am Montag (Ortszeit) anlässlich der Veröffentlichung seiner neuen Weltraumpolitik- Strategie auf der Website des Weissen Hauses.

«Wir stehen nicht mehr in Konkurrenz mit einem Gegner und eines unserer Hauptziele ist es, eine friedliche Zusammenarbeit zu fördern», führte Obama in Anspielung auf das Ende des Kalten Krieges aus.

In dem 14-seitigen Strategiepapier finden sich keine konkreten Ankündigungen neuer Projekte. Sie gibt vielmehr eine allgemeine Marschroute vor. Obama hob hervor, dass es im Interesse jedes Landes sei, «im Weltall verantwortungsvoll zu handeln, um zur Vermeidung von Unfällen, von Fehleinschätzungen und Misstrauen beizutragen».

Wo die Verbündeten zu suchen sind

Aus dem US-Aussenministerium verlautete, die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren sei ein Eckpfeiler von Obamas neuer Strategie. Im Zuge ihrer Ausarbeitung habe die US-Regierung Verbündete wie Grossbritannien, Frankreich und Japan kontaktiert. Auch Russland und China seien auf Kooperationen angesprochen worden.

Obama hatte wegen der schweren Finanzkrise im Februar weitreichende Pläne seines Vorgängers George W. Bush, wieder US- Astronauten zum Mond zu schicken, zu den Akten gelegt. Er bekannte sich später aber zu dem Ziel, Flüge zum Mars ins Auge zu fassen.

SDA/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch