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Grösstes Flugzeug der Welt fliegt zum ersten Mal

Zwei Rümpfe, sechs Triebwerke: Der Stratolaunch Carrier soll einmal als fliegende Startrampe für Satelliten dienen. In Kalifornien hob der Flieger erstmals ab.

sz.de
Spannweite: 117 Meter. In Zukunft soll Stratolaunch Satelliten ins All befördern. (Video: Tamedia)

Die Entwicklung hat viele Jahre gedauert, am Samstag war es dann soweit: In der Mojave-Wüste in Kalifornien startete Stratolaunch zum Jungfernflug. Das berichteten mehrere amerikanische Medien unter Berufung auf Augenzeugenberichte. Im Internet kursieren bereits Videos von dem Flug, der zuvor nicht angekündigt worden war.

Das Projekt Stratolaunch wurde von dem 2018 verstorbenen Microsoft-Gründer Paul Allen angestossen und auch mitfinanziert. Das Flugzeug mit den zwei Rümpfen soll künftig Satelliten in die Stratosphäre bringen. Eine zwischen den Rümpfen angehängte Rakete soll diese dann ins All befördern. Die fliegende Startrampe könnte – wenn die Berechnungen seiner Entwickler aufgehen – die Kosten für die Raumfahrt deutlich senken.

Ende Mai 2017 wurde Stratolaunch erstmals aus dem Hangar gerollt. Zwei Jahre später hob es erstmals ab. (31. Mai 2017)
Ende Mai 2017 wurde Stratolaunch erstmals aus dem Hangar gerollt. Zwei Jahre später hob es erstmals ab. (31. Mai 2017)
STRATOLAUNCH SYSTEMS CORP., Keystone
Das Riesenflugzeug, das zwei miteinander verbundene Rümpfe und sechs Triebwerke einer Boeing 747 hat, hat eine Spannweite von 117 Metern.
Das Riesenflugzeug, das zwei miteinander verbundene Rümpfe und sechs Triebwerke einer Boeing 747 hat, hat eine Spannweite von 117 Metern.
Matt Hartman/AP, Keystone
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Mit einer Spannweite von 117 Metern ist Stratolaunch um 37 Meter breiter als ein Airbus A380. Das maximale Startgewicht von mehr als 500 Tonnen ähnelt dem des grössten Passagierflugzeuges, aber in die beiden Rümpfe passen nur drei Menschen, die durch eine vergleichsweise winzige Tür ins Cockpit kriechen müssen. Ob und wann Stratolaunch tatsächlich kommerziell eingesetzt werden kann, um regelmässig Fracht in den Orbit zu befördern, ist derzeit noch unklar.

Es gibt auch andere Unternehmen, die an ähnlichen Systemen arbeiten. So entwickelt Virgin Orbit des Milliardärs Richard Branson ein Flugzeug namens LauncherOne, das ebenfalls dafür ausgelegt sein soll, als Raketen-Startrampe in grosser Höhe zu dienen. Branson, der Stratolaunch-Gründer Paul Allen und der Milliardär Elon Musk sind bekannte Figuren der privaten Raumfahrt, die in den vergangenen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Neben Trägersystemen für Satelliten entwickeln Firmen derzeit auch Raumschiffe, die einmal Touristen ins All befördern sollen.

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