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Mission Sonne: Nasa wagt den Aufstieg

Die Nasa nähert sich im kommenden Jahr der Sonne, wie noch nie jemand zuvor. Von den Messdaten der Mission erhoffen sich die Forscher neue Quantensprünge.

Hält Temperaturen bis zu 1400 Grad Celsius stand: Die Sonde «Solar Probe Plus».
Hält Temperaturen bis zu 1400 Grad Celsius stand: Die Sonde «Solar Probe Plus».

Die US-Weltraumbehörde Nasa will in den kommenden Jahren mit einer neuen Raumsonde den enorm heissen Strahlenkranz der Sonne untersuchen. Die Sonde «Solar Probe Plus», die etwa so gross wie ein Auto sein soll, soll spätestens 2018 zu der 144 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Korona der Sonne geschickt werden, teilte die Nasa am Samstag in Washington mit.

Die Messdaten sollten dazu beitragen, «das Strahlungsumfeld, in dem zukünftige Weltraumerkunder arbeiten und leben werden, zu charakterisieren und vorauszusagen». «Dieses Vorhaben erlaubt es der Erfindungsgabe der Menschheit, dorthin zu gelangen, wohin kein Raumschiff zuvor gelangt ist», erklärte die an dem Projekt beteiligte Forscherin Lika Guhathakurta.

Temperaturen bis 1400 Grad Celsius

Die Raumsonde soll direkt in die äussere Atmosphäre der Sonne fliegen. Geschützt durch einen neuartigen Hitzeschild, der Temperaturen von 1400 Grad Celsius standhält, soll sie dort mit ausgeklügelten Geräten Messungen vornehmen. Dabei geht es laut Dick Fisher, Leiter der Heliophysik-Abteilung der Nasa, um zwei entscheidende Fragen der Solarphysik: «Warum ist die äussere Atmosphäre der Sonne so viel heisser als die sichtbare Oberfläche der Sonne und was treibt den Solarwind an, der die Erde und unser Sonnensystem beeinflusst?»

Geplant sind den Angaben zufolge unter anderem Experimente mit Partikeln des Solarwindes und mit den elektromagnetischen Feldern der Sonne. Ausserdem soll «Solar Probe Plus» dreidimensionale Bilder der Sonnenkorona anfertigen.

Das ehrgeizige Projekt zur Erforschung der Sonne entspricht der von US-Präsident Barack Obama vorgegeben langfristigen Weltraumpolitik. Obama hatte im April zu einer weiteren Erforschung des Sonnensystems aufgerufen, bevor die Nasa bis Mitte der 2030er Jahre Astronauten zum Mars schicke.

AFP/mrs

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