Zum Hauptinhalt springen

Planet Solar knackt eigenen Atlantik-Rekord

Allein von Sonnenenergie gespeist, hat es das Boot Planet Solar in 22 Tagen von Las Palmas in Spanien bis zur Insel St. Martin in der Karibik geschafft. Nun wird ein Eintrag im «Guinnessbuch der Rekorde» geprüft.

Das Solarboot «MS Tûranor PlanetSolar» hat seinen eigenen Atlantik-Rekord gebrochen. In nur 22 Tagen überquerte der in Kiel gebaute Katamaran den Atlantik.

Das teilte die Universität Genf am Samstag als Unterstützer der Reise mit. Bei der Weltumrundung von 2010 bis 2012 habe das Schiff für die Strecke von rund 5310 Kilometer noch 26 Tage gebraucht. Nun werde ein weiterer Eintrag ins «Guinnessbuch der Rekorde» geprüft.

60'000 Kilometer

«PlanetSolar» war zuvor in 584 Tagen die erste Weltumrundung nur mit Sonnenkraft gelungen. Die Reisestrecke betrug damals 60'000 Kilometer. Mit 38'000 Solarzellen bestückt sieht das 31 Meter lange und 15 Meter breite Boot aus wie ein Mini-Flugzeugträger.

Das Projekt PlanetSolar wurde 2004 auf Initiative von Raphaël Domjan gestartet. Das Unternehmen PlanetSolar, das den Katamaran entwickelte, hat seinen Sitz in Lausanne VD. Gebaut wurde das Boot in Deutschland. Der Bau kostete rund 12,5 Millionen Euro.

Inspiration von« Herr der Ringe»

Für die Namensgebung liessen sich die Erfinder von J.R.R. Tolkiens Roman «Herr der Ringe» inspirieren. In ihm taucht der Name Tûranor auf, ein Synonym für «Kraft der Sonne».

Für die neue Reise bekam das Schiff ein verbessertes Antriebs- und Rudersystem eingebaut. Die Besatzung will nun nach Miami (USA) weiterfahren.

Dort beginnt im Juni eine wissenschaftliche Expedition entlang des Golfstroms bis nach Bergen (Norwegen). Forscher wollen auf dieser rund 8000 Kilometer langen Fahrt unter anderem biologische und physikalische Experimente machen, um den Einfluss des Golfstroms auf das Klima noch besser zu verstehen.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch