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Solar Impulse 2 im Oman gelandet

Nach 13 Stunden Flugzeit hat Pilot André Borschberg wieder festen Boden unter den Füssen. Nächster Stopp auf der Weltumrundung: Indien.

pst
Die Reise geht weiter: Solar Impulse 2 ist bereit zum Start am  Kalaeloa Flughafen in Hawaii. (21. April 2016)
Die Reise geht weiter: Solar Impulse 2 ist bereit zum Start am Kalaeloa Flughafen in Hawaii. (21. April 2016)
Marco Garcia/ AP
Frühere Etappe: Vor der Landung in Nagoya: Luftaufnahme des Flughafens aus der Solar Impulse 2. (1. Juni 2015)
Frühere Etappe: Vor der Landung in Nagoya: Luftaufnahme des Flughafens aus der Solar Impulse 2. (1. Juni 2015)
Twitter/@andreborschberg
Abbruch wegen schlechter Wetterverhältnisse: Die Solar Impulse 2 auf dem Weg zum Flughafen von Nagoya, Japan. (1. Juni 2015)
Abbruch wegen schlechter Wetterverhältnisse: Die Solar Impulse 2 auf dem Weg zum Flughafen von Nagoya, Japan. (1. Juni 2015)
Twitter/@andreborschberg
Warten auf besseres Wetter über dem Pazifik: Ein Foto aus dem Cockpit zeigt die Solar Impulse 2 über Japan. (1. Juni 2015)
Warten auf besseres Wetter über dem Pazifik: Ein Foto aus dem Cockpit zeigt die Solar Impulse 2 über Japan. (1. Juni 2015)
Twitter/@andreborschberg
Tolle Aussicht: Der Sonnenaufgang über dem japanischen Meer. (1. Juni 2015)
Tolle Aussicht: Der Sonnenaufgang über dem japanischen Meer. (1. Juni 2015)
Twitter/@andreborschberg
Entspannungsübungen im Cockpit: Pilot André Borschberg macht Yoga. (1. Juni 2015)
Entspannungsübungen im Cockpit: Pilot André Borschberg macht Yoga. (1. Juni 2015)
Twitter/@andreborschberg
Auch Pioniere müssen den Pass zeigen: André Borschberg in Nanjing vor dem Start zur längsten Flugetappe nach Hawaii. (31. Mai 2015)
Auch Pioniere müssen den Pass zeigen: André Borschberg in Nanjing vor dem Start zur längsten Flugetappe nach Hawaii. (31. Mai 2015)
Chinatopix via AP
Vom Landesinneren an die Küste: Bertrand Piccard startet vom Flughafen in Chongqing zur sechsten Etappe nach Nanjing. (21. April 2015)
Vom Landesinneren an die Küste: Bertrand Piccard startet vom Flughafen in Chongqing zur sechsten Etappe nach Nanjing. (21. April 2015)
EPA/Solar Impulse
Nach zehn Tagen Zwangspause geht es weiter: Bertrand Piccard verabschiedet sich von Burma. (30. März 2015)
Nach zehn Tagen Zwangspause geht es weiter: Bertrand Piccard verabschiedet sich von Burma. (30. März 2015)
Reuters
Bertrand Piccard im Cockpit der Solar Impulse 2 kurz vor dem Start im indischen Varanasi. (18. März 2015)
Bertrand Piccard im Cockpit der Solar Impulse 2 kurz vor dem Start im indischen Varanasi. (18. März 2015)
Jean Revillard/Handout, Reuters
Die Solar Impulse 2 ist über Indien unterwegs. (10. März 2015)
Die Solar Impulse 2 ist über Indien unterwegs. (10. März 2015)
Keystone
Der Weiterflug verzögert sich: Crew-Mitglieder schieben die Solar Impulse nach der Landung im indischen Ahmadabad Richtung Hangar. (11. März 2015)
Der Weiterflug verzögert sich: Crew-Mitglieder schieben die Solar Impulse nach der Landung im indischen Ahmadabad Richtung Hangar. (11. März 2015)
Keystone
Auf dem Weg nach Indien: Bertrand Piccard fliegt mit der Solar Impulse 2 von Muskat aus über das Arabische Meer. (10. März 2015)
Auf dem Weg nach Indien: Bertrand Piccard fliegt mit der Solar Impulse 2 von Muskat aus über das Arabische Meer. (10. März 2015)
Jean Revillard/Solar Impulse
Pilotenwechsel im Oman: Piccard empfängt am Flughafen von Muskat seinen Kollegen André Borschberg, der die erste Etappe geflogen ist. (9. März 2015)
Pilotenwechsel im Oman: Piccard empfängt am Flughafen von Muskat seinen Kollegen André Borschberg, der die erste Etappe geflogen ist. (9. März 2015)
Reuters
Selfie mit dem Piloten: Boschberg ist nach seiner Ankunft ein gefragter Mann. (9. März 2015)
Selfie mit dem Piloten: Boschberg ist nach seiner Ankunft ein gefragter Mann. (9. März 2015)
Reuters
Erste Etappe absolviert: Die Solar Impulse 2 ist nach 13 Stunden Flugzeit sicher im Oman gelandet. (9. März 2015)
Erste Etappe absolviert: Die Solar Impulse 2 ist nach 13 Stunden Flugzeit sicher im Oman gelandet. (9. März 2015)
AFP
Das Solarflugzeug über Abu Dhabi. (9. März 2015)
Das Solarflugzeug über Abu Dhabi. (9. März 2015)
AFP
Um 7.12 Uhr war es so weit: Solar Impulse 2 hebt in Abu Dhabi zur Weltumrundung ab. (9. März 2015)
Um 7.12 Uhr war es so weit: Solar Impulse 2 hebt in Abu Dhabi zur Weltumrundung ab. (9. März 2015)
Keystone
Borschberg (rechts) fliegt die erste, Piccard die letzte Etappe. (9. März 2015)
Borschberg (rechts) fliegt die erste, Piccard die letzte Etappe. (9. März 2015)
Keystone
Die beiden Piloten wollen die 35'000 Kilometer an 25 Flugtagen innerhalb von fünf Monaten zurücklegen. (8. März 2015)
Die beiden Piloten wollen die 35'000 Kilometer an 25 Flugtagen innerhalb von fünf Monaten zurücklegen. (8. März 2015)
Keystone
Halten sich unterwegs mit Yoga, Meditation und Selbsthypnose fit: Piccard (links) und Borschberg. (8. März 2015)
Halten sich unterwegs mit Yoga, Meditation und Selbsthypnose fit: Piccard (links) und Borschberg. (8. März 2015)
Keystone
Die letzten Vorbereitungen für die Weltumrundung laufen. (9. März 2015)
Die letzten Vorbereitungen für die Weltumrundung laufen. (9. März 2015)
AFP
Von einer Zentrale in Monaco aus wird die Weltumrundung geleitet. (9. März 2015)
Von einer Zentrale in Monaco aus wird die Weltumrundung geleitet. (9. März 2015)
AFP
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Das Solarflugzeug Solar Impulse 2 hat die erste Etappe seiner Weltumrundung absolviert. Es hob um 7.12 Uhr (Lokalzeit; 4.12 Uhr MEZ) in Abu Dhabi ab und traf am frühen Abend in Maskat, der Hauptstadt von Oman, ein. Das ausschliesslich mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug war rund 13 Stunden unterwegs. Geflogen wurde es auf der ersten, etwa 400 Kilometer langen Etappe vom Schweizer André Borschberg:

Anschliessend soll es weitergehen nach Indien, Burma und China, bevor das Flugzeug über den Pazifik fliegt und die USA überquert. Von dort soll die Solar Impulse 2 dann über den Atlantik nach Südeuropa fliegen, um dann über Nordafrika zurück nach Abu Dhabi zu gelangen. Für die gesamte Reise sind insgesamt 25 Flugtage innerhalb von fünf Monaten vorgesehen. Die härtesten Etappen werden die Überquerungen des Pazifiks und des Atlantiks sein, bei denen der jeweilige Pilot mehrere Tage und Nächte allein in dem Flieger unterwegs sein muss. Als nächstes wird Bertrand Piccard nach Ahmedabad, Indien fliegen:

Die Reise sei vor allem «eine menschliche Herausforderung», sagte Borschberg, bevor er sich unter dem Applaus seines Teams ins Cockpit des Einsitzers setzte. Der frühere Militärpilot löst sich bei den Etappen mit dem Flugpionier und «Vater» des Projekts Betrand Piccard am Steuer ab. Insgesamt werden sie von 130 Mitarbeitenden unterwegs sowie in der Kontrollzentrale in Monaco unterstützt.

Eine Pioniertat

Die Schweiz wünschte den beiden Flugpionieren viel Erfolg. «Das Flugzeug ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit dem Forschungsstandort Schweiz und dem Privatsektor im In- und Ausland, der als Investor fungiert», erklärte das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nach dem Start. Der Bund unterstütze das Projekt seit seinen Anfängen im November 2003.

Botschafter Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz, war vor Ort, als die von vier solarbetriebenen Elektromotoren angetriebene Maschine im Golfemirat Abu Dhabi abhob. EDA-Vorsteher Didier Burkhalter sagte: «Ich freue mich über diese Pioniertat, die den jüngeren Generationen vor Augen führen wird, dass das, was gestern noch unerreichbar schien, heute in unserer Reichweite liegt.» Die Schweizer Botschaften, Konsulate sowie Swissnex werden in den kommenden Wochen verschiedene Veranstaltungen durchführen, vor allem in den Ländern, in denen Zwischenlandungen geplant sind.

Ein Hundertstel so schwer wie A380

Mit dem Flugzeug, das ganz ohne Treibstoff auskommt, wollen die beiden Flugpioniere für erneuerbare Energien werben. «Wir wollen unsere Vision einer sauberen Zukunft teilen», sagte Borschberg vor dem Abflug. Der Klimawandel biete die «fantastische Gelegenheit», neue grüne Technologien auf den Markt zu bringen, die dabei helfen würden, die Ressourcen des Planeten zu bewahren:

Die Reise um die Welt ist das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung. Angetrieben wird das nur 2,5 Tonnen schwere Flugzeug aus Karbonfasern von 17'000 Solarzellen auf den 72 Meter langen Flügeln. Dies ist fast ebenso so viel wie die Spannweite eines Airbus A380, während das Gewicht gerade einmal einem Prozent des Superjumbos entspricht. Solar Impulse 2 fliegt allerdings lediglich mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 100 Stundenkilometer auf maximal 8500 Metern.

Piccards dritter Streich

Im Jahr 1999 gelang es Piccard als Erstem, ohne Zwischenstopp die Welt in einem Ballon zu umrunden. Mit Solar Impulse 1 unternahmen die beiden Flugpioniere im Jahr 2013 bereits mehrere lange Flüge in Europa, Marokko sowie quer durch die USA. Ursprünglich sollte die Solar Impulse 2 bereits am Samstag in Abu Dhabi starten. Weil es aber in der Region sehr windig war, wurde der Start auf Montagmorgen verschoben.

(AFP)

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