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Unterirdische Trainingsstätte für Heli-Rettungskräfte

Die Gemeinde Lungern sowie der Kanton Obwalden haben beim Bund ein Projekt für eine Heli-Trainingsanlage eingereicht. Kostenpunkt: 16 Millionen. Anwendung: Rettungseinsätze wie Seilbahnevakuationen.

Hinter dem Projekt stehen die Gemeinde Lungern sowie der Kanton Obwalden: Visualisierung der geplanten Trainingsstätte.
Hinter dem Projekt stehen die Gemeinde Lungern sowie der Kanton Obwalden: Visualisierung der geplanten Trainingsstätte.
PD

Für Flughelfer und Rettungskräfte soll in Lungern OW ein Schulungszentrum für Helikopter-Transporte entstehen. Der Safety Campus soll 16 Millionen Franken kosten. Die Initianten wollen im März ein Gesuch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) einreichen.

Rettungskräfte seien bei Helikopter-Transporten grossen Risiken ausgesetzt. In der Schweiz fehle eine professionelle Infrastruktur für ein entsprechendes Training, schreiben die Initianten des Safety Campus Brünig in einer Mitteilung.

Bergführer, Polizisten, Feuerwehrleute

Geplant ist eine unterirdische Anlage in Lungern. So würden sich Lärmschutz- und Wetterprobleme bei der Ausbildung erübrigen, heisst es weiter. Zudem könnte die Ausbildungsstätte auch nachts betrieben werden.

Das geplante Angebot in den Bereichen Arbeitssicherheit, Rettung und Spezialeinheiten richte sich ans Personal von Forstbetrieben, Seilbahnen, Rettungsfirmen wie Rega, aber auch an Bergführer, Polizisten, Feuerwehrleute und Militärangehörige, sagte Projektleiter Edy Halter auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Halter ist Forstlicher Ausbildungsleiter der Kantone Ob- und Nidwalden.

16 Millionen Franken

Die Kosten schätzen die Initianten im günstigsten Fall auf 16 Millionen Franken. Sie seien die grösste Herausforderung für das Projekt, sagte Halter. Bereits seien mögliche Partner wie der Versicherer Suva oder die Rega angefragt worden. Verbindliche Zusagen gebe es noch keine.

Hinter dem Projekt stehen bisher die Gemeinde Lungern sowie der Kanton Obwalden. Die Initianten erhielten für die Planung Beiträge von total 120'000 Franken aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP).

Beim für die Flugsicherheit zuständigen Bazl wollte man das Projekt sowie die Bestrebungen der Initianten auf Anfrage nicht kommentieren. Es handle sich erst um eine Vision der Initianten, noch sei kein Gesuch eingegangen. Deshalb könne man das Projekt nicht beurteilten, sagte Bazl-Sprecherin Mireille Fleury auf Anfrage.

SDA/bru

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