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Al Ghamdi bleibt in Südafrika – Unverständnis über Busacca-Out

Während Massimo Busacca nach Hause reisen muss, darf sich Khalil Al Ghamdi, der Valon Behrami im Spiel gegen Chile vom Platz stellte, Hoffnungen auf weitere Einsätze machen.

14 Prozent Finalchance.Spanien - Schweiz 1:0, mit Fehlern, beim Tor der Schweiz war Fernandes kaum erkannbar im Offside. Senderos hatte Glück, dass der Engländer sein Tritt in die Ferse von Silva als nicht penaltyreif einstufte. Slowakei - Italien 3:2, solide. Brasilien - Chile 3:0, entschied nach einem Foul von Contreras an Lucio nicht auf Penalty für Brasilien. Final-Erfahrung: Champions League 2010, Inter Mailand - Bayern München.
14 Prozent Finalchance.Spanien - Schweiz 1:0, mit Fehlern, beim Tor der Schweiz war Fernandes kaum erkannbar im Offside. Senderos hatte Glück, dass der Engländer sein Tritt in die Ferse von Silva als nicht penaltyreif einstufte. Slowakei - Italien 3:2, solide. Brasilien - Chile 3:0, entschied nach einem Foul von Contreras an Lucio nicht auf Penalty für Brasilien. Final-Erfahrung: Champions League 2010, Inter Mailand - Bayern München.
Keystone
13 Prozent Finalchance.Algerien - Slowenien, musste verletzt passen. Portugal - Nordkorea 7:0, solide. Kamerun - Holland 1:2, solide, vertretbarer Penalty nach Hands von Van der Vaart.
13 Prozent Finalchance.Algerien - Slowenien, musste verletzt passen. Portugal - Nordkorea 7:0, solide. Kamerun - Holland 1:2, solide, vertretbarer Penalty nach Hands von Van der Vaart.
Reuters
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Reuters
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Zu den 19 Unparteiischen, die sich im Moment also noch Finalchancen ausrechnen dürfen, zählt auch Khalil Al Ghamdi. Der Mann aus Saudiarabien war in der Partie zwischen Chile und der Schweiz (1:0) negativ aufgefallen, als er Valon Behrami früh und überhart vom Platz gestellt hatte.

Offenbar wurden seine bisherigen Leistungen von den Fifa-Leuten als besser taxiert als jene von Massimo Busacca, der ebenso die Heimreise antreten muss wie Roberto Rosetti.

Busacca zusammen mit den Versagern

Neben Busacca und den fünf Unparteiischen, die nicht zum Einsatz kamen, wurden nur Schiedsrichter, die versagt hatten nach Hause geschickt. Koman Coulibaly aus Mali hatte das vermeintliche 3:2 der USA gegen Slowenien aus nicht erkennbarem Grund annulliert.

Rosetti, der italienische EM-Finalreferee von 2008, hatte im Spiel Argentinien - Mexiko einen krassen Fehlentscheid (Offside von Carlos Tevez) beim 1:0 der Südamerikaner zu verantworten. Der Franzose Stéphane Lannoy hatte bei Brasilien - Elfenbeinküste (3:1) unter anderem beim 2:0 von Luis Fabiano gleich zwei Handspiele übersehen. Und Jorge Larrionda aus Uruguay und sein Team hatten beim Achtelfinal Deutschland - England (4:1) den englischen Ausgleich zum 2:2 von Frank Lampard nicht bemerkt.

«Vielleicht, weil Südafrika so wahnsinnig Druck gemacht hat»

Busacca hatte nur das Spiel Südafrika - Uruguay (0:3) leiten dürfen und die Herzen der Gastgeber nicht erobern können. Dabei pfiff er einen Penalty und stellte Torhüter Khune nach einem Notbremse-Foul vom Platz. «Dieses Gesicht will ich an dieser Weltmeisterschaft nicht mehr sehen», hatte Südafrikas Trainer Carlos Alberto Parreira darauf gesagt.

Über die Gründe für Busaccas frühes Ausscheiden kann derzeit nur spekuliert werden. «Vielleicht, weil Südafrika so wahnsinnig Druck gemacht hat», mutmasste der ehemalige Schweizer WM-Schiedsrichter Urs Meier (siehe auch Kurz-Interview links) als Experte im ZDF.

Irmatow und Baldassi mit besten Final-Chancen

19 Schiedsrichter sind im Turnier verblieben. Die besten Chancen auf den Final haben sich bisher gemäss der Einschätzung von Redaktion Tamedia (sieh Bildstrecke oben) der junge Usbeke Rawschan Irmatow und der Argentinier Hector Baldassi, auch wenn dessen Crew am Dienstagabend ein hauchdünnes Offside von David Villa bei Spanien - Portugal (1:0) nicht bemerkt hatte, erarbeitet.

Auch der Schweizer Ex-Schiedsrichter Bruno Galler, der 1992 den EM-Final pfiff, hat sich für Massimo Busacca eingesetzt. «Wer glaubt, in der Fifa würden die Refs nach dem Leistungsprinzip behandeln, ist ein Träumer und reichlich naiv. Die Kommissionen, so auch die Schiedsrichter- Kommission des Weltverbandes, sind nach rein sportpolitischen Gesichtspunkten zusammengestellt.» Der 54-jährige Aargauer weiter: «Wir in der Schweiz haben schon längst verstanden, wie das funktioniert, weil wir die einschlägigen Gesichter dieser Funktionäre und ihre Charaktere kennen. Massimo Busacca zahlt einen hohen Preis, weil er immer noch an die Fairness glaubt, die andere schon längst mit Füssen und zu ihrem Eigennutzen treten und getreten haben.»

si/str

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