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Der Kaiser von Japan

Japan hat sich ja eher unbemerkt von der Weltöffentlichkeit durch die Vorrunde gespielt – und könnte nach einem Sieg heute Dienstag gegen Paraguay als WM-Überraschung gelten.

Die Asiaten sind fleissig, laufstark und solidarisch, wie immer, und sie haben sogar einen aussergewöhnlichen Fussballer im Kader. Keisuke Honda wird in seiner Heimat als «Kaiser von Japan» bezeichnet, wobei der seit kurzem 24-Jährige kein kaiserliches Auftreten pflegt. Er ist bescheiden, freundlich, still. Honda lässt spektakuläre Tore und eine attraktive Spielweise für sich sprechen, er ist ein Pendler zwischen Mittelfeld und Sturm. Zwei Tore erzielte Honda an der WM, sein 1:0-Siegtreffer gegen Kamerun bedeutete den ersten WM-Sieg Japans ausserhalb Japans. Und beim 3:1-Erfolg gegen Dänemark bewies Honda, ein fantastischer Freistoss-Kunstschütze zu sein.

Keisuke Honda ist der Motor seiner Auswahl, er ist dribbelstark und schnell, torgefährlich und spielintelligent. Im holländischen Venlo überzeugte er derart, dass Anfang 2010 viele Vereine wie Liverpool, Ajax oder Manchester City an ihm interessiert waren. Für zehn Millionen Franken Ablösesumme wechselte Honda zu ZSKA Moskau – und hatte im Frühling mit einem Weitschussfreistosstor grossen Anteil am überraschenden Weiterkommen im Champions-League-Achtelfinal gegen den FC Sevilla.

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