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Allianz für Freunde des Museums

Die Freunde des Museums Altes Zeughaus sind besorgt über die geplanten Veränderungen. Ausländische Fachleute ebenso.

Das Ende des Museums Altes Zeughaus (MAZ) wurde aus Sicht des Vereins «Freunde des Museums Altes Zeughaus» bereits eingeleitet. Deren Präsident Peter Platzer beklagt den Abbau von Personal und eine gewisse Gleichgültigkeit im Umgang mit dem Inventar. Rückendeckung erhalten die Museumsfreunde aus dem Ausland. Fachleute befürchten, dass ein einzigartiges historisches Denkmal unwiederbringlich zerstört wird. Insgesamt haben bis heute 1842 Personen aus dem In- und Ausland die Bittschrift unterzeichnet, in der eindringlich an die Solothurner Regierung appelliert wird, von der Politik um das MAZ Abstand zu nehmen und den Charakter des Hauses zu erhalten. Namhafte Experten Zu ihnen gehören Persönlichkeiten wie der Präsident der Londoner «Arm and Armour Society» D.J. Penn, welcher während 35 Jahren als Direktor dem Imperial War Museum vorstand oder Alfred Geibig, dem Vorsitzenden der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde in Coburg. Verschiedene Universitäten und Hochschulen in Deutschland verurteilen die Neuorientierung des MAZ in einem offenen Brief. In einem Dreivierteljahr sei die Neugestaltung von etwas entstanden, welches sich über Jahrhunderte entwickelt habe, rügen sie den Strategiebericht des Regierungsrates. Sie befürchten den Verlust einer in Europa annähernd einzigartigen Sammlung. Dies zu einer Zeit, in der man an anderen Orten mit viel Aufwand versucht, alte Sammlungen wieder herzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zweifel unter Freunden Für die Museumsfreunde ist die Kündigung von Mitgliedschaften wie die bei der Schweizerischen Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen – welche das MAZ während Jahren pflegte – ein Indiz dafür, dass im Amt für Kultur eine Abkehr von der bisherigen Charakteristik des Hauses geplant ist. Und sie zweifeln an den Versprechungen des Kantons. Habe die Regierung kürzlich gesagt, dass der Personalbestand des MAZ erhalten bleibe, sehe es in Tat und Wahrheit anders aus, behaupten die Museumsfreunde. Administratives Personal würde angeblich abgezogen und der Aufsichtsdienst ausgedünnt. Die Verantwortlichen im Amt für Bildung und Kultur und diejenigen im MAZ verzichteten darauf, zu den Aussagen der Museumsfreunde und ihren Alliierten Stellung zu nehmen. Hanspeter Flückiger >

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