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Eine Grippe wie jede andere

Die Schweinegrippe ist in aller Munde,

Durch grossflächige Prävention will das BAG die Schweizer Bevölkerung über die Schweinegrippe informieren und dadurch schützen. Diese Aktion zeigt Wirkung. Bereits im Juni waren 98 Prozent der Bevölkerung über die Grippe informiert. Viele Leute haben Angst davor und entsprechende Vorsichtsmassnahmen getroffen. Doch wie der PFEFFER bei seiner Umfrage festgestellt hat, sehen die Jugendlichen dieses Thema in einem etwas anderen Licht. «Ich kann nur lachen» Kim Bärtschi aus Frutigen lernt kaufmännische Angestellte. Bei ihr im Büro hängen Informationsblätter, in der Schule hätten die Lehrkräfte über das Thema informiert, sagt sie, bei drei Schweinegrippefällen solle die Schule geschlossen werden. Sie hat keine Angst vor der Pandemie: «Für mich ist es eigentlich eine ganz normale Grippe, nur, dass die Ansteckungsgefahr grösser ist. Und wenn sie jemand kriegt, muss er oder sie ja nur eine Woche im Bett bleiben.» Ihre Kolleginnen sind anderer Meinung, sie beginnen zu diskutieren. Schliesslich kommen die drei zum Schluss, dass die Schweinegrippe nicht gefährlicher als jede andere Grippe ist. Von der Hysterie um das Thema hält die 16-Jährige gar nichts: «Ich kenne eine Frau, die aus Angst vor der Schweinegrippe nur noch morgens einkaufen geht, damit sie weniger Leuten begegnet. Ausserdem hat sie sich einige Flaschen Desinfektionsmittel gekauft. Darüber kann ich nur lachen. In der Bevölkerung herrscht eine viel zu grosse Panik vor der Grippe», findet Kim Bärtschi. «Anfangs hatte ich Angst» David Oesch besucht die Handelsmittelschule, auch er hat wie Kim keine Angst vor der Schweinegrippe: «Am Anfang schonAber nun dauert diese Panikmacherei schon so lange, und es ist noch nichts geschehen.» Der Goldiwiler wird nichts gegen die Grippe unternehmen, er habe zum Spass einen Mundschutz geschenkt bekommen, meint er lachend, doch benutzen werde er ihn nicht. Bei ihm in der Schule hängen Plakate mit Vorsichtsmassnahmen und Anleitungen, wie man sich die Hände richtig waschen soll. «Doch die Schülerinnen und Schüler würden diese nicht besonders ernst nehmen», ist der 17-Jährige überzeugt. «Panische Leute» Die Arztgehilfin Murielle Küenzi muss häufig panische Leute beruhigen und informieren. Bei der Arbeit habe sich nicht viel geändert. «Wir achten noch mehr auf die Hygiene als zuvor, und beim Behandeln von eventuell angesteckten Personen tragen wir Schutzmasken», erzählt sie. Sie persönlich findet die Hysterie überflüssig: «Wer nichts hat, muss sich auch nicht gross darum kümmern, und wer sich ansteckt: ‹Shit happens›. Es dauert nicht lange, bis man wieder gesund ist.» Die 18-Jährige hat keine Angst vor der Grippe, findet die Schutzmasken bei der Arbeit aber in Ordnung – in ihrer Freizeit trägt sie hingegen keine. Nur wenn die Schweinegrippe tatsächlich ausbreche, rät sie allen, sich um die Schutzmassnahmen zu bemühen. «Vorher ist es übertrieben», findet die Arztgehilfin. «Wir haben Glück» Auch Pascal Sonderegger aus Thun hält nicht viel von der ganzen Hysterie um die Schweinegrippe: «Andere Länder haben keine Möglichkeiten, die Grippe durch Medikamente zu bekämpfen und einzudämmen. Wir in der Schweiz haben diesbezüglich Glück und müssen deshalb nicht so ein grosses Theater darum machen.» Pascal arbeitet als Koch. «Bei der Arbeit nehmen wir die Schweinegrippe schon ernst», sagt er. Es gäbe je einen Notfallplan A und B zum Schutz der Gäste und Mitarbeitenden. Zudem sei an alle Angestellten Merkblätter abgegeben worden. Trotz all dieser Massnahmen hat der 22-Jährige keine Angst vor der Grippe. «Ich möchte zwar nicht krank werden, doch ich treffe deshalb trotzdem keine Vorsichtsmassnahmen. Denn wenn ich krank werden sollte, spielt es mir keine Rolle, ob mich eine normale Grippe oder die Schweinegrippe ins Bett zwingt», meint der 22-Jährige. SarahSarah Germann (16) besucht das Gymnasium Thun-Schadau. Ihre Hobbys sind Unihockeyspielen, Freunde treffen und Schwimmen. >

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