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(Noch) niemand vom Westamt

Die FDP Kreis Thun tritt mit einer gemeinsamen Liste zu den Grossratswahlen 2010 an. Prominentester Kandidat ist Visana-CEO Peter Fischer. Der Vorstand hofft auf zwei Westamt-Kandidaten, denn diese Region ist bisher noch nicht vertreten.

Was sich am 9. April 2006 zutrug, soll sich an den Grossratswahlen am 28. März 2010 nicht wiederholen: Damals verlor die FDP im Wahlkreis Thun einen ihrer Sitze. Unter den Gründen für diesen Verlust wurde auch das Faktum aufgeführt, dass die FDP Kreis Thun mit einer Stadt- und einer Landliste in den Kampf gezogen war. Gerhard Beindorff, Präsident der FDP Kreis Thun, zog mit dem Vorstand die Lehren aus der Niederlage und schlug an der Hauptversammlung vom Dienstagabend vor: «Wir möchten nur noch eine gemeinsame Stadt-Land-Liste führen.» Die knapp 30 anwesenden FDP-Mitglieder im Hotel Seepark Thun folgten dem Vorschlag einstimmig und ohne Diskussion. Zwei Kandidaten gesucht Da die letzte Erhebung der Bevölkerungszahlen ergeben hatte, dass der Wahlkreis Thun künftig nur noch Anrecht auf 16 statt wie bisher 17 Sitze hat (wir berichteten), will die FDP alle 16 Linien mit Namen besetzen. Gefunden hat der Vorstand bisher allerdings «nur» 14 – und die stammen alle aus dem Raum Thun–Steffisburg–rechtes Thunerseeufer. «Mir fehlen die Kandidaten aus dem Westamt. Da wäre der Vorstand gefragt, aktiv Leute zu suchen», bemängelte ein Uetendorfer FDP-Mitglied. Beindorff gab ihm recht, schob aber sofort nach, dass Gespräche mit diversen FDP-Exponenten des Westamts in Gang seien: «Wir haben auch unseren Thuner FDP-Regierungsstatthalter Marc Fritschi gebeten, zu sondieren. Er kennt das Westamt bestens.» Mit dem Okay der Anwesenden darf der Vorstand nun zwei weitere Kandidaten nachnominieren. Bekannte und neue Namen Unter den 14 einstimmig Nominierten finden sich bekannte Gesichter. Prominentester FDP-Kandidat des Thuner Wahlkreises ist Peter Fischer, CEO der Visana Versicherungsgruppe. Daneben betreten mit der Thuner Bauvorsteherin Jolanda Moser, dem Steffisburger Finanzvorsteher Stephan Spycher und seinem Gemeinderatskollegen Stefan Schneeberger, den Thuner Stadträten Carlos Reinhard und Markus Binggeli sowie dem Steffisburger GGR-Mitglieder Sereina Pfister weitere bekannte Gesichter die Wahlkampfarena. Sie sind allesamt gewappnet mit den Erfahrungen der letzten Grossratswahlen, für die sie bereits kandidiert hatten. Nominiert sind zudem drei Jungfreisinnige – Alain Brühlisauer, Patrick Minder und Michael Portner –, die beiden bisherigen FDP-Grossräte Marianne Staub und Hans Rudolf Feller sowie zwei «Neulinge» unter den Kandidaten, Jürg Hess und Beat Schlatter. Bekannte Themen Kaum etwas geändert hat sich an den Themen, mit denen sich die FDP positionieren will: sinnvolle Wirtschaftsförderung, steuerliche Entlastungen für KMU und Familien, Bildungspolitik und voller Einsatz für den Bypass Thun Nord, um die Verkehrsprobleme zu lösen, wurden mehrfach genannt. «Das ist die Chance. Die müssen wir packen», sagte Jolanda Moser dazu. Mahnend erinnerte der Jungfreisinnige Patrick Minder daran: «Die FDP muss sich im Wahlkampf klarer positionieren, auf die Leute zugehen und genau sagen, was sie erreichen will.» Heinerika Eggermann Dummermuth >

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