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Nur Starke überleben

Roland Drenkel-

Niemand mochte den Beteuerungen der Valiant bei der seinerzeitigen Bekanntgabe der Kooperation mit der Spar+Leihkasse Steffisburg (SLS) so recht glauben: Man strebe keine Mehrheitsbeteiligung an, beteuerten die Valiant-Chefs immer wieder. Deshalb überrascht die gestrige Ankündigung der Übernahme der SLS nicht wirklich. Nachdem die Valiant Anfang Jahr bereits die Obersimmentalische Volksbank übernommen hatte, baut die Berner Bank ihre Position im Oberland weiter aus. Anzunehmen ist, dass sie nach weiteren Übernahmekandidaten im hart umkämpften Bankenwesen Ausschau hält. Als «fremder Fötzel» hätte die in zehn Kantonen agierende Bank mit der Eröffnung neuer Filialen im traditionsbewussten Oberland kaum Chancen. Da müssen die Kunden mit Kooperationen oder Übernahmen zugekauft werden. Im Bankenwesen ist es nicht anders als in anderen Branchen: Man braucht eine gewisse Grösse, um bestehen und sich Investitionen in die Zukunft leisten zu können. Deshalb ist anzunehmen, dass in nächster Zeit noch andere Kleinbanken ihre Eigenständigkeit aufgeben müssen – oder wie die SLS auch wollen. Denn im Interesse der Kunden und der Volkswirtschaft muss es nicht negativ sein, wenn eine finanzstarke Muttergesellschaft eine kleine Regionalbank unter die Fittiche nimmt. Vor allem wenn die Interessen der Region gewahrt bleiben. Nur starke Banken werden langfristig überleben. Die Valiant, eine der zehn grössten Banken des Landes, verfügt mit einer Bilanzsumme von 22 Milliarden Franken über das nötige Geld. Zudem hat die Valiant – wie auch die Regionalbanken – von der Schwäche der Grossbanken profitieren und ihre Kassen füllen können. Das Geld für eine weitere Expansion wäre damit vorhanden.r.drenkelforth@bom.ch>

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