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3 Walliser Gemeinden treten aus

Herber Dämpfer für die Unesco-Stiftung: Die drei Lötschentaler Gemeinden Ferden, Kippel und Wiler sind aus der Stiftung Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch ausgetreten. Dem Eklat ging eine Namensänderung voraus.

Selbstherrlich habe der Stiftungsvorstand im vergangenen Jahr den Namen der Stiftung geändert, kritisierten die Lötschentaler Gemeinden am Freitag in einer Mitteilung. Das Bietschhorn sei im neuen Titel «Jungfrau-Aletsch» einfach weggelassen und die Interessen des Lötschentals damit mit Füssen getreten worden. Blatten wartet noch zu Zudem entspreche die touristische Ausrichtung der Stiftung nicht den Vorstellungen des Lötschentals, sagte Beat Rieder, Talratspräsident des Lötschentals, auf Anfrage. Ferden, Kippel und Wiler wollen die Beitragsgelder, welche sie durch den Austritt sparen, in das Regionalprojekt «Lötschental Plus» investieren, sagte Rieder weiter. Die vierte Lötschentaler Gemeinde Blatten warte noch mit einem Austritt und werde in einem Jahr darüber entscheiden. Der Austritt der Gemeinden folgte am Freitag fast vier Monate nach der Genehmigung der Namensänderung durch die Stiftungsversammlung. Damals habe das Stiftungsmanagement den Gemeinden um das Lötschentaler Bietschhorn Gespräche versprochen, um die Interessenwahrung des Lötschentals trotz Namensänderung zu sichern, sagte Beat Rieder. Doch es sei nie etwas passiert. Bedauern bei der Stiftung Er bedaure den Austritt der Gemeinden sehr, sagte Beat Ruppen, Leiter des Managementzentrums der Stiftung. Die Stiftung habe mehrmals Kontakt mit den Gemeinden gesucht, widersprach Beat Ruppen der Darstellung der drei Lötschentaler Gemeinden. Gemäss juristischen Abklärungen könnten die drei Gemeinden als Gründungsmitglieder der Stiftung nicht einfach so austreten, erklärte er. Weitere Abklärungen müsste aber das Bundesamt für Umwelt vornehmen, sagte Beat Ruppen. 7 Oberländer Gemeinden Zur Stiftung Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch gehören 7 Berner Oberländer und 18 Walliser Gemeinden, die Anteil am Welterbe haben, sowie die beiden Kantone Bern und Wallis. Die Stiftung bildet die Trägerschaft des Weltnaturerbes.sda/sp>

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