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4200 Personen für Fest gesucht

Dieses Jahr feiert Bubikon sein 1200-jähriges Bestehen. Organisiert wird eine Klassenzusammenkunft von 100 Jahrgängen.

Von Elke Wiebalck Bubikon – Im Jahre 811 schenkten der Alemanne Wolfcrim und seine Frau Adthane ihr Gehöft Puapinchova (Bubikon) dem Kloster St. Gallen. Ihre Tat wird zwölf Jahrhunderte später mit einem grossen Fest geehrt. Die Bevölkerung Bubikons feiert ihretwegen diesen Sommer das 1200-Jahr-Jubiläum der Gemeinde. Die Urkunde der Schenkung ist das älteste bekannte Dokument, in welchem die Gemeinde namentlich erwähnt wird. Die Vorbereitungen für das Fest, das vom 26. August bis zum 4. September dauern wird, laufen bereits auf Hochtouren. Das Organisationskomitee besteht aus 14 Personen, die sich ehrenamtlich für das gute Gelingen des Jubiläums einsetzen. Ein Fest in dieser Dimension auf die Beine zu stellen, ist keine leichte Aufgabe. Dennoch zeigt sich Urs Rümbeli, Zuständiger für Kommunikation und Sponsoring, zuversichtlich: «Alles läuft nach Plan. Nur fehlen uns noch die Sponsoren, die dazu beitragen, die Kosten für das Fest zu decken.» Im Juni letzten Jahres beschloss die Politische Gemeinde, das budgetierte Defizit von 230 000 Franken für das Fest zu übernehmen. Diese Kosten will das Organisationskomitee nun möglichst senken. Rolf Hurter, Zuständiger für das Festprogramm, freut sich auf das Jubiläum. «Das Programm ist sehr vielseitig und spricht viele verschiedene Leute an», sagt er. Es werde einen Anlass für die Behörden sowie die Vereine geben, einen Familiennachmittag sowie einen Jugendabend. Den Höhepunkt des Festes kann Hurter jedoch nicht nennen. Das komme auf das Publikum an. Die Kinder können sich auf einen Streichelzoo und den Zauberer Buccini freuen, während das Züriwerk für Theaterfreunde eine Aufführung halten wird. Überdimensionales Treffen Der Anlass, der wohl am meisten Leute ansprechen wird, ist die Klassenzusammenkunft: 100 Jahrgänge sollen sich am Jubiläum treffen. «Wir suchen derzeit Kontaktadressen von ehemaligen Bubiker Schülern», erklärt Monika Letsch, die mit vier Helfern das überdimensionale Klassentreffen auf die Beine stellt. «Die Gemeinde hat ein Archiv mit den Namen aller Schulabgänger der sechsten Klassen, welches bis 1911 zurückreicht.» Insgesamt sind es rund 4200 Personen, deren Kontaktadressen nun gesucht werden. Das geschieht über das Telefonbuch oder Internetsites wie Facebook oder Stayfriends, erklärt Letsch. Viele Adressen bekomme sie auch von Familienmitgliedern. «Vor ein paar Tagen sagte mir eine Frau, ihre Schwester lebe in Nigeria und sei in Bubikon zur Schule gegangen.» Ehe verkompliziert die Suche Tatsächlich wird das Team von Monika Letsch im April Einladungen in die ganze Welt verschicken: nach Australien, Indien, Kanada, den USA. In Australien leben zwei Brüder, die beide über achtzig sind, sagt Letsch. «Ihre Familie hofft, dass sie für das Fest ein letztes Mal in die Schweiz reisen können.» 2800 definitive Adressen hat das Team bereits zusammengesucht. Nicht nur die Entfernung stellt dabei eine Schwierigkeit dar: «Vor allem die Frauen haben oft bei der Heirat ihre Namen geändert», erklärt Letsch. Zudem seien schon viele der älteren Jahrgänge gestorben. Bei der Suche nach diesen werde deshalb nicht mehr viel Zeit investiert. Letsch erwartet, dass rund 1200 Personen im Sommer nach Bubikon pilgern werden, um ihre alten Klassenkameraden zu treffen. «Bis die Leute den Beitrag von sechzig Franken für das Festbankett eingezahlt haben, ist aber noch nichts definitiv», sagt sie. «Aber wir hoffen, das Festzelt gut zu füllen.»

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