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«Absolut sicher ist nur, dass das Lehrbuch im Fluss ist»

Ausgabe vom 21.August «Frauen müssen sich selber helfen» Als einer, der diese Therapie bereits vor 50 Jahren betrieben hat und noch heute verfolgt und der seit deren Gründung ein Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie ist, fühle ich mich befugt, über dieses Thema etwas zu sagen. Im Einleitungssatz schreibt die Autorin: «Wer Brustkrebs hat, wird nicht überall nach Lehrbuch behandelt.» Nur die wenigsten Patientinnen wissen, dass dieses Lehrbuch im Fluss ist. Vor 50 Jahren war die Operation mit Entfernung der Brust und dem darunter liegenden Brustmuskel und der Entfernung aller Achsellymphknoten und denen unter dem Brustbein mit nachfolgender Bestrahlung obligatorisch, gefährlich und verstümmelnd. Seither wechselten die Grösse des Eingriffes, die Zahl der zu entfernenden Lymphdrüsen, die Ausdehnung und Art der Bestrahlung sowie die Art des Einsatzes von Chemotherapeutika je nach neueren Studien dauernd. Seither hat es aber auch sehr gute Neuerungen gegeben, so die Mammographie, die Feinnadel-Gewebeprobe, die Tumorregister und die Zusammenarbeit der verschiedenen Krebsspezialisten. Umstritten ist aber nach wie vor, ob die flächendeckende Mammographie wirklich eine Verbesserung bringt, ob Krebsregister wirklich genügend aussagekräftig sind und ob Spezialistenboards, wenn sich die verschiedenen Ärzte nicht einig sind, etwas nützen. Absolut sicher ist also nur, dass das Lehrbuch im Fluss ist, dass morgen ein anderes gilt als heute und dass wir deshalb nicht von Lehrbuch, sondern nur vom «derzeitigen Stand des Irrtums» sprechen können. Warum ändert sich das Lehrbuch dauernd? Weil der Brustkrebs völlig unberechenbar ist. Einmal gross, scheinbar sehr gefährlich, aber dann doch heilbar, das andere Mal winzig klein und durch völlig unerwartete Metastasen nur vorübergehend beherrschbar. Er hält sich absolut nicht an unser Lehrbuch, weil unsere Erkenntnisse Stückwerk sind. Dr.med.Wolf ZimmerliOberdiessbach Forderungen sind längst erfüllt Ihr Artikel erweckt den Eindruck, es gebe nur das Brustzentrum Aare. Die privaten Spitäler Lindenhof und Sonnenhof AG mit der Klinik Engeried, die sich längst in diesem Bereich spezialisiert haben, werden nicht erwähnt, und dies bedarf einer Richtigstellung. Die Klinik Engeried/Sonnenhof AG ist eine iso-zertifizierte Klinik, die nach Eusoma-Kriterien (European Society of Mastology) arbeitet: – mit über 150 neu diagnostizierten und operierten Mammakarzinomen pro Jahr in einer einzigen Klinik und nicht in einem Spitälerverbund mit 6 unterschiedlich grossen Kliniken und entsprechend unterschiedlich spezialisiertem Personal; – mit speziell für die Brusterkrankung ausgebildeten Ärzten (Gynäkologen, Chirurgen, Plastischen Chirurgen, Radiologen, Onkologen, Pathologen, Psychologen) und einer Breast Care Nurse; – mit wöchentlichem Tumorboard zur Besprechung der Therapie nach internationalen Leitlinien; – mit zirka 8000 Mammographien pro Jahr mit schweizweit führender technischer Ausstattung (3 Mammographiegeräte, davon 2 volldigitalisiert und 1 mit Tomosynthesemöglichkeit als erstem Gerät schweizweit, Magnetresonanztomographie der Brust an 3 und 1,5 Teslageräten mit der Möglichkeit der magnetresonanzgesteuerten Biopsie); – mit zirka 500 minimalinvasiven Eingriffen an der Brust, davon 100 sonographisch oder stereotaktisch gesteuerten Vakuumbiopsien (Mammotome). Die Forderungen von Prof. Beat Thürlimann in «10vor10» vom 17.August sind an unserer Klinik schon längst erfüllt. In Anbetracht dieser schweizweit führenden Abklärungs- und Therapiemöglichkeiten der Brusterkrankungen im Kanton Bern halten wir die in dieser Zeitung verursachte Verunsicherung der Frauen im gefährdeten Alter zwischen 40 und 70 Jahren für unangebracht. Gerne können sich Interessierte am Tag der offenen Tür vom kommenden 5.September von 9 bis 15 Uhr ein eigenes Bild machen. www.brustzentrumbern.ch Leitung BrustzentrumKlinik EngeriedDr.med.M. SonnenscheinFMH RadiologieBern>

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