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Ärgernis – auch für den Stadtrat

In Oberuster soll ein neues Signal die Wartezeiten am Bahnübergang verkürzen.

Von Christian Brütsch Uster – Die Wahrscheinlichkeit, dass in Uster beim Bahnübergang die Barriere geschlossen ist, ist gross. Eine letzte Messung im Jahr 2008 an der Zürichstrasse ergab den Wert von 67 Prozent. In Minuten ausgedrückt: 40 Minuten und 24 Sekunden pro Stunde. Den Wartenden vor der Barriere scheint diese Zeit aber sicher noch länger. GLP-Gemeinderat Benno Scherrer Moser wollte darum vom Stadtrat wissen, ob er sich für eine Optimierung der Schliesszeiten einsetzen könnte. In seiner Antwort schreibt die Exekutive: «Der Stadtrat ist mit dem Verfasser der Anfrage einig, dass die häufig geschlossenen Zugsbarrieren in Uster für viele ein grosses Ärgernis sind.» Seit Jahren setze er sich für eine Optimierung der Schliesszeiten ein. Viel Spielraum gibt es aber nicht, und die Stadt bleibt Bittstellerin bei den SBB. Diese haben das Hoheitsrecht über die Schliesszeiten. Geschlossen werden die Barrieren aufgrund «technischer Lösungen in Abhängigkeit der Sichtbarkeit der Signale für die Züge». Lichtblick für Oberuster Nun scheint das Optimierungspotenzial aber ausgeschöpft zu sein. Nur in Oberuster kann mit der Installation eines Vorsignals eine Verbesserung herbeigeführt werden. Weiter setzt sich der Stadtrat für die S-Bahn-Querung im Rahmen des Projektes «Uster West» ein. «Dadurch wird das Problem der langen Schliesszeiten betreffend den Nord-Süd-Verkehr im Westen unserer Stadt gelöst.» In seiner Antwort an Benno Scherrer verliert der Stadtrat indes kein Wort über die Winterthurer-strasse. Obwohl dort für ein Vorprojekt 470 000 Franken gesprochen wurden und die Planung weit fortgeschritten ist.Tatsache bleibt aber weiterhin: Wer die Bahngeleise garantiert ohne Stopp an den Schranken queren will, muss die Unterführung an der Dammstrasse benutzen – und steht dort in Stosszeiten regelmässig im Stau.

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