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Alexander Pereira«Das Opernhaus steckt im Schwitzkasten, man sieht es ja kaum»,TA vom 8. 1.

Alexander Pereira«Das Opernhaus steckt im Schwitzkasten, man sieht es ja kaum»,TA vom 8. 1. Und Altersheime müssen sparen. Herrn Pereira reichen 75 Millionen nicht, er fordert weitere zwei Millionen und findet das nicht frech. Dem Ansinnen könnte man ohne Weiteres entsprechen: Im Altersheim nur noch einen halben Cervelat pro Tag, und die «zwei Kisten» wären eingespart. Pech nur, dass Herr Pereira wohl nicht weiss, was ein Cervelat ist, denn er wird zu Hause weiterhin Filets essen. Jene nämlich, die im Altersheim fehlen. Aber dort sitzt ja auch nicht Pereiras Stammpublikum. Peter Junker, Flims Von einer anderen Welt. Herr Pereira lebt wohl in einer Welt von Stars, Kult und Luxus. Mit einem Defizit von 5 Millionen Franken ist er sich nicht zu schade, weitere 2 Millionen zu verlangen. In Anbetracht der sinkenden Eigenwirtschaftlichkeit eine Frechheit. Dass wegen fehlender Parkplätze und ähnlicher Gründe sein Geschäft nicht so lief, wie erwünscht, ist ein Witz. Da müsste man die umliegenden Detailhändler mal zu ihrer Situation befragen und – x Millionen für Verkaufsverluste einplanen. Dass im Übrigen bei einem 50-Millionen-Budget für Altersheime zwei bis drei Millionen eingespart werden sollten, ist ein Hohn. Wil Vonier, Oberrieden Jahrmarkt der Eitelkeiten. Aha. Leute, für die die Oper ein «gesamtgesellschaftliches Ereignis» ist, gehen nicht in die Oper, um eine Oper zu geniessen. Sie wollen sich vielmehr schön anziehen. Wollen sich zeigen. Wollen mit dem Auto vorfahren. Wollen direkt vor der Opernhaustreppe aussteigen. Wollen gesehen, bewundert und beneidet werden. Erklärt Pereira. Welcher Jahrmarkt der Eitelkeit! Welch triste Apotheose des Banausentums! Marcus Tschudin, Basel «Mit einem Defizit von 5 Millionenist er sich nicht zu schade, weitere2 Millionenzu verlangen.»

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