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Archäologie Schweiz kennt viele Ausflugstipps im Oberland

Die Gegend zwischen Bachtel und Greifensee ist reich an Kulturgut. Der neue Führer von Archäologie Schweiz weiss das zu würdigen.

Von Anna E. Guhl Im Zürcher Oberland gibt es Zeitzeugen aus jeder Epoche: Die bronzezeitliche Heidenburg in Seegräben, der eisenzeitliche Grabhügel in der Fehraltorfer Lochweid und das Römerkastell Irgenhausen in Pfäffikon stammen aus der Antike. Das Ritterhaus Bubikon, die Lazariterkirche Gfenn in Dübendorf und die Burg Maur wurden im Mittelalter gebaut, ebenso die Städtchen Greifensee und Grüningen. Die Anlagen entlang des Industrielehrpfads oder der Aussichtsturm auf dem Pfannenstiel zeugen von der Aufbruchstimmung des 19. Jahrhunderts. Dies alles sind Sehenswürdigkeiten, die nicht nur für die Bewohner der Region von Interesse sind, sondern weit darüber hinaus und deshalb in den neusten Kulturführer von Archäologie Schweiz aufgenommen wurden. Entlang alter Verkehrswege Das Werk mit Namen «Linth, Seez, Limmat und mehr . . .» befasst sich mit dem Kulturraum entlang zweier uralter Verkehrswege, jenem von Zürich ins Bündnerland und jenem von Konstanz zum Kloster Einsiedeln. Beschrieben werden 116 Kulturdenkmäler zwischen Pfäfers im Calfeisental, Flums im Seeztal und Unterengstringen im Limmattal sowie zwischen Bauma im Tösstal und Linthal im südlichen Glarnerland. Das Zürcher Oberland ist mit zwölf Objekten vertreten. Dem Gemeinschaftswerk von Archäologie Schweiz, vier Kantonen und den Städten Zürich und Rapperswil liege die Idee zugrunde, die Menschen zum Besuchen und Erkunden zu bewegen, sagt Zentralsekretär Urs Niffeler. Der Führer passe in jede Tasche, liefere Grundinformationen zu jedem Objekt und eine Reihe von praktischen Hinweisen: Anreise, Landkarten- und GPS-Koordinaten, Öffnungszeiten, Telefonnummern, Internetadressen und weiterführende Literatur. Ein nach Objekttypen geordnetes Register erleichtert die Planung von themenbezogenen Ausflügen, zwei Landkarten das Ausarbeiten von Wander- oder Velotouren. Am Anfang steht eine kurz gefasste Kulturgeschichte des Raums, welche die grossen Entwicklungslinien schildert. Bereits das vierte Werk Es handelt sich um den vierten Führer von Archäologie Schweiz. Auf dieselbe Art lässt sich die Zentralschweiz entdecken, der an den Seez-Linth-Limmat-Raum anschliessende Landesteil, oder die Drei-Seen-Region im westlichen Mittelland. Archäologie Schweiz (Hrsg.): Linth, Seez, Limmat und mehr . . . ein Kulturführer. Basel 2011. ISBN 978-3-908006-75-6. Erhältlich über www.archaeologie-schweiz.ch oder im Buchhandel. Schloss und Kirche dominieren das idyllische Landstädtchen Grüningen – wahrscheinlich eine Gründung der Freiherren von Regensberg. Stattliche Steinhäuser, Riegelbauten, verträumte Nebengässlein und der Marktplatz Im Chratz prägen das Ortsbild. Das Ritterhaus Bubikon ist die am besten erhaltene mittelalterliche Niederlassung der Johanniter Europas. Sie wurde am Ende des 12. Jahrhunderts von Diethelm von Toggenburg gegründet. Heute dient es als Museum, das seit 2011 neu über einen Kräutergarten verfügt. Im Neuthal befindet sich das einzige vollständig erhaltene Industrie-Ensemble des Kantons Zürich. Der Ausbau der Industrieanlage ist eng mit Adolf Guyer-Zeller (1839–1899) verbunden. Einzigartig sind die Wasserkraftanlage und die Webmaschinensammlung. Als besterhaltene römische Ruine der Nordostschweiz dominiert das Kastell Irgenhausen die Umgebung. Die eindrückliche Wehranlage sicherte im 4. Jahrhundert die Strasse von Kempraten nach Oberwinterthur. Sie liegt in der geschützten Naturlandschaft Pfäffikersee.

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