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Armbrustschiessen leicht gemacht

Während fünf Tagen kann sich in Rümlang jedermann an der Armbrust versuchen. Das alljährliche Volksschiessen erfreut sich grosser Beliebtheit.

Rümlang. - Das jährliche Volksschiessen des Armbrustschützenvereins Rümlang feierte am Montag einen gelungenen Auftakt. Die Besucher kamen zahlreich; wer sich an der Armbrust versuchen wollte, musste mit Wartezeiten rechnen.

Das Volksschiessen wird seit über 40 Jahren durchgeführt und dauert fünf Tage. Geschossen wird von Montag bis Freitag ab 17 Uhr bis zum Eindunkeln. «Wir verzichten auf Kunstbeleuchtung», sagt Vereinspräsident Roland Steinemann. «Bei schönem Wetter können wir zu dieser Jahreszeit bis 20.30 Uhr schiessen.»

Das Armbrustschiessen ist ein ruhiger Sport. Im Gegensatz zu anderen Schiesssportarten müssen sich die Armbrustschützen daher auch nicht an vorgegebene Schiesszeiten halten. «Die Armbrust gilt als Sportgerät, nicht als Waffe», sagt Roland Steinemann.

In der Regel können die Armbrustschützen am Volksschiessen mit täglich 40 bis 50 Besuchern rechnen. Teilnehmen darf jeder, ob Anfänger oder Sportschütze. Die Interessenten werden von Mitgliedern des Vereins fachkundig instruiert. Antreten kann man sowohl als Einzelschütze als auch im Team.

Auch als Firmenanlass gefragt

Petra Maier aus Niederhasli bedient zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder eine Armbrust. «Ich schiesse sonst mit dem Gewehr über 300 m. Dies kommt mir beim Armbrustschiessen zugute.» Ungewohnt ist beim Armbrustschiessen vor allem, dass der Schütze die Waffe nicht alleine hält. Die Armbrust ruht auf einer Stütze, die richtige Lage wird mittels einer Wasserwaage ermittelt. Auch Maiers Partner Emil Bernegger hat sich seit langem nicht mehr an der Armbrust versucht. «Es ist keine Hexerei», meint er jedoch.

Das Volksschiessen wird auch als Vereins- und Firmenanlass geschätzt. So ist dieses Jahr zum Beispiel BMW Schweiz mit von der Partie. «Die Ruhe und Konzentration, die das Armbrustschiessen erfordern, stellen eine ausgezeichnete Entspannung von der Arbeit dar», sagt Robert Anderegg, Mitarbeiter bei BMW.

Für den Armbrustschützenverein stellt das Volksschiessen eine Möglichkeit dar, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Allerdings ist es nicht leicht, über das Volksschiessen neue Mitglieder anzuwerben. «Wir sind eine Randsportart», sagt Roland Steinemann. Besonders wichtig sind daher die familiären Bande. Der Schützensport wird oftmals über Generationen gepflegt. So wurde der Rümlanger Schützenverein vor 60 Jahren vom Grossvater des derzeitigen Präsidenten Roland Steinemann ins Leben gerufen. Er wiederum vermochte seine Tochter für den Sport zu begeistern.

Der Verein zählt 24 aktive Mitglieder. Diese trainieren regelmässig und nehmen an Wettkämpfen teil. Um den Nachwuchs zu sichern, bietet der Armbrustschützenverein einen Jungschützenkurs an. Die Rümlanger Schützen können einige Erfolge aufweisen. So sind sie aktuell Vize-Schweizer-Meister im Gruppenwettkampf. In ihren Reihen finden sich mit Renato Harlacher ein ehemaliger Weltmeister und mit Peter Hinnen ein mehrfacher Schweizer Meister. www.asvr.ch

Unter fachkundiger Anleitung ist Armbrustschiessen keine Hexerei. Das Sportgerät ruht auf einer Stütze.

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