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Asphalt statt Pflastersteinen

Seit der Umgestaltung der Bankstrasse vor rund zehn Jahren zieren zwei strassenquerende Pflästerungen die Strasse. Jetzt werden die verkehrstechnisch unbedeutenden Streifen entfernt.

Von Eduard Gautschi Uster – Bei der Einmündung der Webernstrasse in die Bankstrasse führt eine rund sechs Meter breite Pflästerung über die Bankstrasse. Etwas weiter vorne Richtung Bushof befindet sich der zweite gepflästerte Übergang. Beide werden demnächst verschwinden. Am Montag, 25. Oktober, fahren nämlich die Baumaschinen auf. Die Pflastersteine werden entfernt und durch einen Asphaltbelag ersetzt. Grund für die Massnahme: «Die Pflästerung ist komplett kaputt», so der Projektleiter des Bauamtes Uster, Marcel Kauer. Strasse wird gesperrt Die Autos und vor allem die zahlreichen schweren Busse haben ganze Arbeit geleistet. Einzelne Steine haben sich aus der Verankerung gelöst, Spurrinnen und Absenkungen sind entstanden. Der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen. Die Pflästerung löst sich in ihre Einzelteile auf. Das sei gefährlich für die Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Velofahrerinnen und -fahrer, sagt Keller. Der herrschende Zustand sei nicht mehr tragbar. Die Pflästerung muss raus und wird durch Asphalt ersetzt. Die Arbeiten sollen zwischen dem 25. Oktober und 3. November ausgeführt werden. Der Abschnitt der Bankstrasse zwischen Poststrasse und Amtsstrasse wird während der Bauarbeiten für den gesamten motorisierten Verkehr gesperrt. Ausgenommen vom Fahrverbot sind nur Busse und Taxis, die den Bahnhof bedienen. Die Webernstrasse, an der die Hauptpost liegt, wird durch die Bauarbeiten vorübergehend zur Sackgasse. Das Postgebäude wie auch der Jelmoli-Parkplatz können mit dem Auto nur noch via Post- und Gerichtsstrasse erreicht werden. Aufgehoben sind während der Bauzeit auch die Parkplätze im Baustellenbereich entlang der Bankstrasse. Die Baufirma belegt sie mit ihren Installationen. Fussgänger und Radfahrende sollen gemäss Baufortschritt durch die Baustelle geleitet werden. Sie tun gut daran, die Anordnungen und Signalisation zu beachten, ist doch die Bankstrasse auch ohne Baustelle für Fussgänger ein heisses Pflaster. Auf der Bankstrasse herrscht Tempo 30, was zur Folge hat, dass auf dem rund 300 Meter langen Strassenstück entlang des Busbahnhofs und des Bahnhofs kein einziger Fussgängerstreifen zu finden ist. Vor der Neugestaltung der Strasse waren es deren drei. Die strassenquerenden Pflästerungen hatten verkehrstechnisch keine Funktion. Es waren rein gestalterische Mittel. Eingesetzt in der Hoffnung, dass durch sie die Bankstrasse etwas schöner werde. Ortsunkundige Fussgänger verleiteten sie aber zur Annahme, bei der Pflästerung handle es sich um eine Art Fussgängerstreifen. Fussgängerstreifen made in Uster – sozusagen. Diese Annahme führte immer wieder zu mehr oder weniger brenzligen Situationen. Bei der Umgestaltung der Strasse vor rund zehn Jahren wollte man erreichen, dass eine Art Mischverkehr entsteht, bei dem sich Fussgänger, Velofahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer mit Respekt und in etwa gleichberechtigt begegnen. Daraus wurde nichts. Einwohner beschwerten sich beim Statthalter. Um Klarheit und Sicherheit zu schaffen, wurde die Tempolimite von 50 auf 30 km/h gesenkt. Die Pflästerung über die Bankstrasse, hier bei der Einmündung der Webernstrasse, wird entfernt und durch Asphalt ersetzt. Foto: Nathalie Guinand

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