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Astrid Peissard zieht Bilanz

Die Chefin Hochbau des Stadtbauamts, Astrid

Als die Baslerin Astrid Peissard vor dreieinhalb Jahren ihr Amt als Chefin Hochbau des Stadtbauamts übernommen hat, sei sie «direkt ins kalte Wasser geworfen worden», wie sie sagt. Ihr erstes Projekt, der Umbau des Landhaus’, hatte vor ihrem Amtsantritt für Wirbel gesorgt: Wegen einem Planungsfehler musste mehr Geld her. Dieses war, als Astrid Peissard das Projekt übernahm, zwar bereits gesprochen worden, doch es lag nun an ihr, damit das Optimum herauszuholen und den Umbau zu einem glücklichen Ende zu führen. Rückblickend findet Astrid Peissard ihren Einstieg auch interessant und sie ist mit dem Ergebnis zufrieden. Stimmung nicht immer gut Dennoch, dass es um die Stimmung im Stadtbauamt spätestens seit dem Landhaus-Umbau nicht zum Besten stand, ist kein Geheimnis. Astrid Peissard will die Probleme nicht Revue passieren lassen, sagt aber, es sei bestimmt nicht immer einfach gewesen. Als sie Umstrukturierungen im Stadtbauamt gefordert habe und dabei auch persönlich angegriffen worden sei, habe sie dies schon «empfunden». «Ich habe immer sachorientiert gearbeitet, da hatte dies keinen Platz.» Die Arbeit im Team war Astrid Peissard immer wichtig. Sie habe immer alle, von den Werkhofarbeitern bis zu den Architekten, in die Projekte einbeziehen wollen. Das hat sie auch bei ihrem letzten Werk in Zusammenarbeit mit dem Werkhof und ihren Mitarbeitern umgesetzt. Es wurde gestern fertig gestellt: Eine Reihe aus alten Grabsteinen bildet am Rand des Friedhofs ein Relief. Mit der Zeit soll es überwachsen und sich in die Natur rund um den Friedhof integrieren. Stadttheater gibt zu reden Wenn Astrid Peissard am Montag ihren Schreibtisch räumt, schliesst sich der Kreis. Sie hinterlässt die Projekte Sanierung Stadttheater und Hermesbühl, welche, wie der Umbau des Landhaus’, in der Stadt kontrovers diskutiert werden. Hinter vorgehaltener Hand wird die Projektleiterin dabei kritisiert: Sie halte sich nicht an die finanziellen Vorgaben und wolle «Schnickschnack» statt die Reduktion auf das Nötige. Astrid Peissard hält dagegen: Das Siegerprojekt für das Theater sei fundiert und komme durchaus ohne Zierrat aus. Doch die Sanierung solle innerhalb eines Gesamtprojekts geschehen. Eine Etappierung sei nur beschränkt möglich: «Man kann weder einen Fluchtweg noch den Brandschutz in Etappen realisieren.» Prioritäten zu setzen, widerspreche dem aber nicht. Noch kein Nachfolger Bei allen kleinen und grösseren Problemen in ihrer Amtszeit findet Astrid Peissard, sie habe grundsätzlich eine sehr gute Zeit in Solothurn gehabt. Einen Nachfolger hat die Stadt bisher noch nicht gefunden. Inzwischen übernimmt der Chef des Bauamts, Werner Stebler – er geht Ende Jahr in Pension –, diese Arbeit. Eva Berger >

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