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Auf der Jagd nach dem silbernen Schatz des Zürichsees

Am zweiten Weihnachtstag ist nach drei Monaten die Schonzeit für Seeforellen zu Ende gegangen.

Von Vivianne Schweizer Trotz der bitterkalten Minustemperaturen ist die Stimmung auf dem Zürichsee prächtig. Endlich dürfen sie wieder auf die Jagd nach der begehrten Seeforelle gehen, die Sportfischer. In anderer Mission auf dem See unterwegs sind Fischereiaufseher Arno Filli und sein Bruder Markus. Sobald die dick vermummten Fischer in Hörweite sind, fragt der Kontrolleur sie nach Fang und Fangmethoden und fachsimpelt mit ihnen über die verschiedenen Köder. Laut Vorschrift darf ein Fischer höchstens vier Seeforellen pro Tag aus dem See ziehen, und auch das nur, wenn diese mindestens 40 Zentimeter lang sind. «Meistens wird allerdings fair gefischt», lobt Filli, «das freut mich.» Der Fischereiaufseher ist schon amfrühen Morgen überzeugt, den Fischern für diesen Tag einen guten Fang in Aussicht stellen zu können. Er begründet das damit, dass die Berufsfischer im zu Ende gehenden Jahr im Zürichsee deutlich mehr Fische gefangen hätten. Und tatsächlich: Stolz und freudig können gegen Mittag viele Fischer dem Fischereiaufseher auf dem See ihre Fänge präsentieren. Ruedi Frischknecht, Präsident der Fischer-Vereinigung Stäfa-Männedorf-Uetikon, hat ein silberglänzendes Exemplar von 43,5 Zentimetern gefangen. Peter Ammann und Ernst Kunz aus Dürnten sind mit ihren drei Fischen noch besser dran. Sie melden «zwei Forellen zu 50 Zentimeter, eine zu 42, dazu vier Bisse». Auch ein Team vom Pfäffikersee kann wie viele andere eine glitschige Seeforelle hochhalten. Guter Dinge offerieren sie den Kumpanen auf dem andern Schiff einen heissen Schluck Tee. Die meisten Fischer, die keinen Fang melden können, erzählen ebenfalls von Bissen. Das verheissungsvolle «Rupfen» war dann aber doch nicht von Erfolg gekrönt. Andere zogen «untermässige» – also zu kleine – Fische an Land, die sie wieder in die Freiheit entliessen. Noch keine grossen Brocken Dass am gestrigen Stephanstag keine ganz grossen Seeforellen gefangen worden sind, ist für Insider keine Überraschung. Viele der Fische befinden sich im Moment noch an ihren Laichplätzen in den Bächen. Zwei Fischer zeigen dem Kontrolleur ihren Fang. Seeforellen, die noch keine 40 Zentimeter lang sind, müssen wieder in die Freiheit entlassen werden.Foto: Kurt Heuberger

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