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Auswärtige sollen in der Erlen mehr Eintritt zahlen

Die geplante Sanierung der Sportanlage Erlen fand bei den Dielsdorfern Anklang. Sie fordern aber, dass auch andere Gemeinden das Bad mitfinanzieren.

Dominique Marty Dielsdorf – 5,6 Millionen Franken muss die Gemeinde Dielsdorf insgesamt an die 16-Millionen-Sanierung der Sportanlage Erlen bezahlen – vorausgesetzt, das Stimmvolk der drei Trägergemeinden Dielsdorf, Steinmaur und Niederhasli genehmigt am 15. Mai an der Urne den Bruttokredit. Die Millionenvorlage stiess bei den rund 60 Besucherinnen und Besuchern der ersten Infoveranstaltung zur Urnenabstimmung grundsätzlich auf Zustimmung. Schon Ende des Jahres 2009 hiess Dielsdorf als einzige der drei Gemeinden den damals umstrittenen 22-Millionen-Kredit gut. «Realistischer Businessplan» Die Dielsdorfer lobten am Mittwochabend den «realistischen Businessplan», wie dies ein Besucher betonte, und interessierten sich primär für technische Details, welche den Einbau alternativer Energietechnik betrafen. Mit diesen, darunter eine Solaranlage und einer Wärmepumpe, können die Energiekosten um rund 40 Prozent gesenkt werden. Ob beim Einbau von Solaranlagen mit Subventionen vom Kanton zu rechnen sei, wollte ein Dielsdorfer wissen. Hansruedi Hug, Geschäftsführer der Erlen, verneinte: «Wir sind von CO2-Abgaben befreit, und eine doppelte Subventionierung schliesst das Gesetz aus.» Allerdings könne die Erlen für die Sanierung mit einem allgemeinen Subventionsbeitrag von rund 1 Million Franken vom Kanton rechnen. Höhere Preise für Auswärtige Gerade die Kosten beschäftigten die Anwesenden besonders. «Wir brauchen Wege, damit andere Gemeinden auch was ans Bad zahlen», verlangte ein Dielsdorfer. Gemeindepräsident Andreas Denz (parteilos) versicherte, dass man mit anderen Gemeinden Vereinbarungen treffen wolle, damit diese sich am Betriebsdefizit beteiligen können. «Einen Investitionsanteil einzufordern ist chancenlos», erklärte er, «einen Beitrag ans Defizit aber können wir mit einem abgestuften Preissystem belohnen. Einwohner solcher Gemeinden erhalten einen ermässigten Eintritt.» Dass die Preise erhöht würden, sei sinnvoll, fand ein Votant, «doch muss der Tarifunterschied für Einheimische und Auswärtige höher sein als bloss ein Franken.» Man werde diesen Vorschlag aufnehmen, versicherte Betriebsleiter Hansruedi Hug. Auch die Rechtsform einer Aktiengesellschaft sei zu überdenken, lautete eine Forderung. Sinnvoller fand der Votant eine Genossenschaft, von der man Anteilscheine kaufen könne. «Die Rechtsform wird noch Thema sein», sagte Denz, «nur hat die Sanierung derzeit Vorrang.»

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