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Basel hat Küsnacht überflügelt

Es gibt eine neue Hierarchie auf Europas Frauen-Tour im Curling. Die Zürcher Ausgabe ist nicht mehr die finanzkräftigste, wirbt dafür mit anderen Qualitäten.

Von Deborah Bucher Letzte Saison war das Grasshopper Women’s Masters das Aushängeschild der Curling Champions Tour. Mit 30 000 Franken schüttete es das meiste Preisgeld von allen sieben Turnieren aus. Allein das Siegerteam durfte die stolze Summe von 12 000 Franken unter sich aufteilen. Für dieses Jahr haben die Basler Organisatoren, die nach dem Eröffnungsmeeting in Oslo bereits vor zwei Wochen Gastgeber waren, sich den Status des höchstdotierten europäischen Frauenevents buchstäblich erkauft. Am Rhein stockten sie ihr Portefeuille um etwas mehr als 2000 Franken auf und setzten 32 050 Franken an Preisgeld aus. «Wir bleiben dennoch die lukrativste Veranstaltung», kontert Marco Ramstein, OK-Chef des GC-Masters. Der 32-Jährige liefert die Begründung: «Basel hat ein umfassenderes Tableau mit 24 Equipen, dagegen können sich bei uns nur 12 Teams einschreiben.» Will heissen, dass die einzelnen Teilnehmerinnen in Zürich zu grösseren Teilen am finanziellen Kuchen partizipieren dürfen, und dass der Check für die Erstklassierten nach wie vor einen Mehrwert von 2000 Franken hat. Interessant ist das Turnier von morgen Freitag bis Sonntag auf Küsnachter Eis, das im internationalen Wettkampfkalender figuriert, auch aus einem anderen Aspekt. «Wir vertreten die Philosophie, das einheimische Curling zu forcieren. Deshalb ist bei uns die Hälfte der Startplätze für Schweizer Teams reserviert», sagt Ramstein. In Basel, dessen Besetzung sich prioritär nach den eingegangenen Anmeldungen richtet, konnten zehn nationale Teams Mass nehmen an 14 internationalen Gegnerinnen. Bei seiner vierten Auflage haftet Küsnacht nicht mehr das Etikett «olympische Hauptprobe» an, gleichwohl wird die Konkurrenz stark sein. «Vancouver hat die Teams bei ihrer Saisonplanung eingeschränkt», weiss Ramstein. Bei der letzten Durchführung fehlte Mirjam Ott, die damals in Kanada unterwegs war und dort das Eis testete. Nun zählen die Wahlzürcherin und ihre Equipe wieder zu den Aushängeschildern und werden sich für die EM-Trials ab (26. Oktober) warmspielen. Als Favoritinnen hat Ramstein weiter die zweimaligen deutschen Titelverteidigerinnen um Skip Andrea Schöpp, das junge schwedische Team und die Russinnen auf der Rechnung.

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