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Bauer baute wiederholt ohne Bewilligung

Der Betreiber der Besenbeiz Wüeri-Stadl in Mönchaltorf muss illegal erstellte Parkplätze aufheben. Er hat nicht zum ersten Mal ohne Gesuch gebaut.

Von Beatrice Zogg Mönchaltorf – Seit Anfang Jahr ist der gekieste Parkplatz bei der Besenbeiz Wüeri-Stadl abgesperrt. Die Gäste dürfen auf dem Landstück auf der gegenüberliegenden Strassenseite des Lokals nicht mehr parkieren. Besenbeiz-Betreiber Roland Gretener muss den Parkplatz auf Anordnung des Kantons wieder aufheben. Gretener hat den Landstreifen ohne Baubewilligung eingekiest, um seinen Gästen zwölf Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Den illegal erstellten Parkplatz muss er nun in den ursprünglichen Zustand versetzen, sprich eine Wiese ansäen. Doch der umtriebige Bauer gibt nicht auf. Bereits hat er ein neues Baugesuch für elf Ersatzparkplätze eingereicht. Diese sind hofseitig vorgesehen. Die Parkfläche soll nicht geteert, sondern gekiest werden. Sicherer parkieren Mit dem neuen Parkplatz soll das Parkieren für die Gäste sicherer werden. Bisher mussten die Autofahrer rückwärts auf die Wüeristrasse hinausfahren. Kein ungefährliches Unterfangen auf der als Raserstrecke bekannten Landstrasse. Bei den noch zur Bewilligung anstehenden Parkfeldern ist genügend Platz vorgesehen, damit die Autofahrer wenden und vorwärts auf die Strasse hinausfahren können. Gretener hofft auf einen positiven Entscheid: «Ich brauche die Parkplätze, damit meine Gäste ihr Auto nicht auf der Strasse abstellen müssen.» Die sieben noch bestehenden Parkplätze, die rund um den Hof verteilt sind, würden nicht ausreichen. Vor allem nicht im Frühling und im Herbst. Dann fahren viele Gäste mit dem Privatauto hoch zur beliebten Besenbeiz. Kein unbeschriebenes Blatt Gretener hat nicht zum ersten Mal ohne Bewilligung gebaut. Im vergangenen Jahr hat er einen ehemaligen Pferdestall zu einem Saal ausgebaut. Dritte haben die Behörden auf den Ausbau aufmerksam gemacht. Da Gretener den Umbau ohne Bewilligung erstellt hat, wurde er vom Kanton zurückgepfiffen. Er stand vor der Wahl: entweder die bestehenden Ausbauten abzubrechen, oder den Pferdestall umzunutzen. Er entschied sich für Letzteres und kann nun weiterhin in einem rund drei Quadratmeter grossen Anbau eine Getränkeausgabe für den Sommerbetrieb betreiben. Die vor vier Jahren eröffnete Besenbeiz setzt auf österreichisches Ambiente. Serviert wird im Dirndl. Auf der Speisekarte stehen auch österreichische Spezialitäten wie Wienerschnitzel oder Brettl-Jause. Das Konzept kommt nicht von ungefähr: Greteners Frau ist gebürtige Österreicherin. Die Besenbeiz ist gut besucht, vor allem im Sommer ist der Wüeri-Stadl ein beliebtes Ausflugsziel für Fussgänger und Velofahrer.

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