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Behörden orten Fluchtgefahr

Der in Zürich verhaftete Filmemacher Roman

Regisseur Roman Polanski auf Kaution freizulassen ist dem Justizministerium (EJPD) nicht sicher genug. Die Fluchtgefahr sei zu hoch, sagte Sprecher Folco Galli gestern. Polanskis Anwälte wollten erreichen, dass der wegen eines 32 Jahre zurückliegenden Sexualdelikts auf Antrag der USA festgehaltene Starregisseur in seiner Wohnung in Gstaad BE einen Hausarrest absitzen kann. Sie dementierten gestern Nachmittag erneut, dass Fluchtgefahr bestehe. «Herr Polanski verpflichtet sich, die Schweiz während des gesamten Auslieferungsverfahrens nicht zu verlassen und alle Auflagen zu respektieren, die ihm auferlegt werden könnten, um die Zusagen zu garantieren», teilten die Anwälte Hervé Temime und Georges Kiejman in Paris mit. Noch kein offizielles Gesuch Der 76-jährige Regisseur war am 26.September bei der Einreise zum Film Festival in Zürich auf der Grundlage eines vorläufigen US-Haftbefehls festgenommen worden. Seither sitzt er in Auslieferungshaft. Bisher sei das offizielle Auslieferungsgesuch der US-Behörden noch nicht eingetroffen, hiess es in Bern weiter. Der polnisch-französische Staatsbürger Polanski hatte sich 1977, im Alter von damals 43 Jahren, in den USA an einer 13-Jährigen vergangen. Er bekannte sich schuldig und sass dafür zunächst 47 Tage im Gefängnis, floh aber vor der Urteilsverkündung nach Europa. Seitdem lebt Polanski in Frankreich und zeitweise auch in Gstaad. Auf Unverständnis war gestossen, dass er bei seinen vielen Aufenthalten in der Schweiz nicht schon früher verhaftet wurde. Das internationale Haftersuchen der USA besteht seit 2005. dpa>

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