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biene Jürg

musiktheater Marthaler ist nicht mehr zurückzuzaubern, seine Kündigung ist kalter Kaffee, Schnee von Gestern, Geschichte. Doch so viel Gutes in Zürich auch zu sehen ist, manchmal vermisst man sie halt trotzdem, die verschrobenen Gestalten mit ihrem ganz eigenen Timing und den feinen Harmonien. Umso schöner also, dass immer mal wieder einer aus der Marthalerfamilie ausschwärmt und bei uns vorbeischaut. Zurzeit ist dies der Bündner Jürg Kienberger, der sich in seinem aktuellen Soloprogramm ausgiebig mit einem sehr tüchtigen, aber auch sehr bedrohten Volk beschäftigt: «Ich biene, ergo summ». In überdeutlichem Schriftdeutsch gibt Kienberger darin einen an die Biologielehrer dieses Landes angelehnten Bienenfan. Mit unumstösslichem Eifer hält er einen «Vortrag über das Leben und Sterben der Biene in Bild- und Tonmaterial», zeigt Dias aus seinem Garten und sich selbst im Ganzkörperimkerdress, lässt uns am Schwänzeltanz teilhaben und kommt schliesslich als braungelb gestreifte Drohne beim Besamungsakt ziemlich aus sich heraus. Weil Kienberger auch ein wunderbarer Musiker ist, bleiben Summen und Flügel dabei nicht den Bienen vorenthalten. Eine feine Hommage an unsere gestreiften Erdenmitbewohner, auch für Fans guter Intros. Die Vorband namens Jay Kay Wäschpi wäre nämlich eine ziemlich gute abendfüllende Nummer für sich. (coc) Mi 27.10., Do 28.10., 20 UhrEintritt 20–45 Franken

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