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Bubikon will Zeit gewinnen

Mit einer Planungszone steuert der Gemeinderat die Entwicklung von Bubikon.

Von Susanne Gutknecht Bubikon – Der Gemeinderat Bubikon will die Entwicklung der Gebiete Oberbrüel und Bummeren in der Hand haben. Dazu hat er bei der Baudirektion des Kantons Zürich eine Planungszone beantragt. Diese hat das Anliegen der Bubiker Ende März gutgeheissen. Das schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Sie verschafft sich damit drei Jahre Zeit, die Siedlungsplanung und Bauvorschriften zu überprüfen. Die am Siedlungsrand von Bubikon liegenden Gebiete Oberbrüel und Bummeren sind attraktive Wohnzonen. Das zeigt sich auch an den Voranfragen von Architekten und Bauherren, die der Gemeinde vorliegen. Das Gebiet Bummeren ist eine der letzten grösseren zusammenhängenden Bauparzelle der Gemeinde. Sie eigne sich gut für Reiheneinfamilienhäuser. Das gilt auch für das Gebiet Oberbrüel, das heute fast vollständig überbaut ist. Diese Bauten sind jedoch über 60 Jahre alt. Durch die Anfragen für Neubauten hat der Gemeinderat nun festgestellt, dass die gültige Bauordnung nicht der von ihm ins Auge gefassten baulichen Entwicklung entspreche. Planungsvorstand Othmar Hiestand (CVP): «Wir sehen die Gefahr in den erlaubten Ausnützungsziffern, die für diese Zonen gelten.» Neben den alten Gebäuden sind gewaltige neue Bauten möglich. «Dies entspricht jedoch nicht unserem Ziel einer qualitativen Entwicklung.» Die nötige Zeit, sich über die Entwicklung von Bubikon Gedanken zu machen, habe man sich mit der Planungszone verschafft. Kein Baustopp Die Gemeinde Bubikon hat 2009 ein Leitbild zur Siedlungsentwicklung verfasst und in dem 75-seitigen Dokument ihre Ziele für die Gemeinde definiert. «Darauf haben wir sehr viele Bemerkungen und Anregungen aus der Bevölkerung erhalten», sagt Hiestand. Die Planungszone sei aber nicht als Baustopp zu verstehen. Der Gemeinderat könne während der drei Jahre Bewilligungen erteilen, sofern sie mit der geplanten Siedlungsentwicklung in Einklang seien. «Wir wollen das Bauen nicht verhindern. Der Dialog mit Bauherren führt aber dazu, dass wir im Sinne des Leitbildes wachsen können.»

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