Zum Hauptinhalt springen

Das Ende nach dem Aufbruch

Gestern war der letzte Arbeitstag für die Tagblatt-Redaktion. Widerwillig stellen wir ab sofort die Berichterstattung über die Region ein. Der Verlag hat aus wirtschaftlichen Gründen beschlossen, dass fortan kein Solothurner Regionalteil mehr produziert wird. Der Redaktion bleibt nur noch der Abschied, für den sie sich allerdings viel vorgenommen hat. Wir wollten nicht durch die Hintertüre verschwinden, sondern bis zuletzt präsent sein, eine interessante und unterhaltsame Zeitung machen und uns erst jetzt – mit der letzten Nummer – verabschieden. Deshalb kam es für uns nicht in Frage, den Auftritt an der Heso abzusagen. Wir wollten noch einmal zeigen, wie das Tagblatt in den letzten acht Jahren berichtet, informiert, kommentiert, Geschichten erzählt und unterhalten hat. Es war – daran ändert die im Moment getrübte Stimmung nichts – eine schöne Zeit. Uns ist es ein Anliegen, vorab den Leserinnen und Lesern, die dem Tagblatt ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben, zu danken. Es war uns eine Ehre. Danken wollen wir auch den vielen Personen – Politikern, Unternehmern, Verwaltungsangestellten, Sportlern, Kulturschaffenden, kurz: Solothurnerinnen und Solothurnern –, mit denen wir zusammengearbeitet und über die wir berichtet haben. Es waren nicht immer alle zufrieden mit uns (umgekehrt gilt dasselbe), aber meistens trafen wir auf Wohlwollen. Die Tagblatt-Redaktion hatte auch das Glück des Augenblicks auf ihrer Seite. Unsere Lancierung im Oktober 2001 fiel in eine Phase, in der sich in der Region eine grossartige, unerwartete Aufbruchstimmung entwickelte. Insbesondere in der Stadt Solothurn, dem sozialen, emotionalen und kulturellen Zentrum der Region, wehte ein neuer Geist, der nebenbei auch einige alte Strukturen aufbrach und Seilschaften kappte. Es war eine ereignisreiche Zeit: Das «neue» SolHeure, die Hafebar, der Campingplatz und der Bootshafen wurden eröffnet, der Landhausquai wurde aufgewertet und entwickelte sich zur Bar-Meile, die Filmtage wurden spürbar gestärkt. Später folgte die Debatte um die Seminarmeile, die schliesslich gegen alle Widerstände durch- und umgesetzt wurde. Noch etwas später wurde die Westumfahrung realisiert, wobei – das muss noch einmal betont werden – leider die falsche Brücke gebaut wurde. Kurz: Es war eine spannende Zeit. Für das Tagblatt geht sie heute zu Ende. Die Redaktoren werden der Region verbunden bleiben, die meisten von uns werden auch weiterhin hier leben. Wir alle wünschen Ihnen und der ganzen Region alles Gute. fabian.schaefer@ solothurnertagblatt.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch