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«Das Team muss heiss auf drei Punkte sein»

Wie in der Vorrunde hat der FC Zürich-Affoltern das ambitionierte United Zürich blamiert. Trainer Thomas Maag nennt die Gründe.

Mit Thomas Maag sprach David Schweizer Thomas Maag, nach dem 2:1 in der Zweitliga-Vorrunde hat Ihr Team erneut United Zürich – dieses Mal 1:0 – bezwungen. Wie gewinnt man gegen dieses Starensemble? Das Geheimrezept ist einfach: Wir wissen, was wir können und was wir nicht können. Das heisst konkret? Wir sind eine Mannschaft, die nur im Kollektiv funktioniert. Wenn wir taktisch diszipliniert sind, ist es sehr unangenehm, gegen uns zu spielen. Aber United Zürich sollte doch die individuelle Klasse haben, um Zürich-Affoltern zu dominieren. Mit gefühlten 75 Prozent Spielanteil und vier Top-Chancen hatte es die auch. Unser Torhüter Diego Christ wehrte drei davon grandios ab. Wir haben in der letzten Saison in der interregionalen 2. Liga die Angst, gegen grosse Spielernamen anzutreten, verloren. Und dann kam in der 64. Minute die überraschende Führung. Wie fiel die Reaktion des Gegners aus? Er agierte nur noch mit langen Bällen auf den gross gewachsenen Stürmer Luka Lapenda und konnte sich keine einzige Chance mehr herausarbeiten. Wir dagegen waren defensiv recht souverän und hätten mit mehr Cleverness bei einem unserer Konter sogar das 2:0 erzielen können. United Zürich verlor die Geduld? Ja. Ich hatte auch das Gefühl, dass es nach einigen Wechseln in der Winterpause noch nicht so eingespielt ist. Die Automatismen griffen noch nicht so, wie es im Mai wohl sein wird. Glauben Sie, dass United Zürich trotz 10 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze noch in den Aufstiegskampf eingreifen kann? Nein. Dietikon, Einsiedeln und die Blue Stars machen das Rennen um die Promotion unter sich aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aufstiegsaspiranten noch einbrechen. Und wem gelingt am Ende der Aufstieg? Den Blue Stars. Das habe ich schon zum Anfang der Meisterschaft prophezeit. Sie sind technisch-taktisch und physisch das beste Team. Obwohl sie noch sehr jung sind. Ihre Mannschaft führt auf Platz 4 das breite Mittelfeld der Gruppe 2 an. Gegen die drei Spitzenvereine haben Sie im Herbst allesamt verloren. Weshalb? Weil alle drei Partien auswärts waren. Wir sind sehr heimstark. Zu Hause unterlagen wir nur Wollishofen. Wir können sicher auch Dietikon, Einsiedeln und die Blue Stars bezwingen. Dazu ist aber ein sehr guter Tag nötig. Morgen Samstag ist Ihre Mannschaft beim Tabellenletzten Wallisellen der Favorit. Sie trainierten die dringend auf Punkte angewiesenen Glatttaler über viele Jahre. Leisten Sie da Schützenhilfe? Natürlich nicht. Ich bin ein grosser Anhänger des FC Wallisellen und spiele dort noch immer bei den Veteranen. Doch am Samstag bin ich während 90 Minuten nur Affoltern-Fan. Treten Ihre Spieler gegen das namenlose Wallisellen mit derselben Motivation auf wie gegen United Zürich? Das ist die Herausforderung des Trainers. Ich kann die Mannschaft sicher nicht gleich heiss machen wie gegenUnited Zürich. Wenn mir das gelingen würde, wäre ich wohl Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Wie muss denn Ihr Team auftreten, um auch gegen das vermeintlich schwächere Wallisellen zu gewinnen? Es muss einfach heiss auf die drei Punkte sein. Die sind für uns sehr wichtig, um uns ein Polster auf die hinteren Tabellenplätze herauszuarbeiten. Auf uns wartet nämlich im April ein hartes Programm mit den Duellen gegen die Spitzenvereine Dietikon, Einsiedeln und Blue Stars. Thomas Maag.

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