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Den Ball flach halten

Der FC Wetzikon und nicht wie erwartet United Zürich ist nach 7 Runden der Beste der Zweitliga-Aufsteiger. In der Gruppe 1 überraschten die Oberländer vor allem auswärts. Jetzt soll der erste Heimsieg her.

Von David Schweizer Regensdorfs Trainer Marcel Hess redete die erste Saisonniederlage seines Teams nicht schön: «Wetzikon wollte den Sieg mehr.» Die Furttaler mussten mit dem 1:2 am letzten Sonntag die Tabellenführung abgeben. Und Bezwinger Wetzikon hat sich nach 7 Runden als bester der 6 Zweitliga-Aufsteiger beider Gruppen im vorderen Tabellendrittel festgesetzt (siehe Box). Es war nicht der erste Effort der Zürcher Oberländer. Mit Gossau (2:0) und Bassersdorf (2:0) bezwangen sie bereits zwei weitere ambitionierte Teams auf fremden Terrain. Einzig gegen Dübendorf (1:2) und den FC Schaffhausen II (0:3) ging Wetzikon leer aus. «Gegen die jungen Schaffhauser waren wir chancenlos», gibt Trainer Roger Menzi zu. «Sie haben unsere Fehler brutal ausgenutzt.» Menzi betreut das Team – gleichberechtigt mit Urs Meier – die zweite Saison. Nach dem Abstieg in die 3. Liga schafften sie mit einer umgekrempelten Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg. «Etwa 13 Spieler kamen und gingen», erinnert sich Menzi. Vor allem gab es mit dem Amtsantritt des Trainergespanns eine Veränderung in der Ausrichtung. Statt wie zuvor Hauruckfussball mit zumeist weit geschlagenen Bällen wurde bei Wetzikon fortan das Kurzpassspiel gefördert. Er wolle Spass am Fussball haben, begründet Menzi die Kurskorrektur. Allerdings benötigte der Wechsel der Spielkultur auch seine Zeit. Und so konnte die Promotion erst nach der letzten Runde gefeiert werden. «Die Gruppe 4 war sehr ausgeglichen. Das war unser Glück. So konnte man sich auch einmal eine Niederlage leisten», so der 38-Jährige. Kündig für die Goalie-Legende Zurück in der 2. Liga gab es weniger Mutationen im Kader. Die markanteste Änderung geschah auf der Goalie-Position. Für die Torhüterlegende Christoph Jordi steht Michael Kündig (22) im Tor. Der 22-jährige gebürtige Wetziker kam vom interregionalen Zweitligisten Red Star zurück. Er mache einen guten Job, sagt Menzi. Einen Patzer in sieben Spielen könne man einem jungen Keeper verzeihen. Ansonsten will der Trainer niemanden besonders loben. Vielmehr streicht er den Zusammenhalt hervor. «Natürlich spielen bei uns gute Fussballer. Doch wir haben vor allem einen tollen Teamgeist. Nach dem Training geht oft nahezu die gesamte Mannschaft miteinander in den Ausgang.» Vom bisher Erreichten will sich Roger Menzi nicht blenden lassen. «In der letzten Zweitliga-Meisterschaft war Wetzikon nach der Vorrunde Fünfter und stieg am Ende noch ab.» So bezeichnet er die Partie vom Sonntag gegen Niederweningen als eine der wichtigsten in der ganzen Saison. Gerade gegen vermeintlich schwächere Teams müsse man im Kopf bereit sein, bekräftigt Menzi. Zudem sei der erste Sieg vor eigenem Publikum überfällig. Den vier Auswärtserfolgen stehen ein Remis und zwei Heimniederlagen gegenüber. Mit viel Körpereinsatz und Siegeswillen: Wetzikons Daniel Meier bedrängt Regensdorf-Goalie Fabio Riso. Foto: Nathalie Guinand

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