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«Der Badebesucher von heute sucht das Erlebnis»

Nach der Sanierung ist das Hallenbad Kilchberg für den Berater Thomas Spengler top. Er sieht aber noch Erweiterungspotenzial.

Top-Hallenbad mit Erweiterungspotenzial Mit Thomas Spengler* sprach Ev Manz Was sagt der Hallenbadberater zu einer Hallenbaderöffnung ohne Wasser im Nichtschwimmerbecken? Dass man bei einer so komplexen Sanierung wie bei der eines Hallenbades mit Überraschungen wie dieser mit einer undichten Stelle rechnen muss. Viel wichtiger ist, dass sich die Materialisierung bewährt und den Chemikalien im Wasser Stand hält. Unerwartet schwierig war auch die Sanierung der Überwasserrinne bei den Becken. Sie wurden vor drei Jahren von der Gemeinde beigezogen, als die Offerten der Generalunternehmer deutlich über dem Kredit lagen und das Projekt auf der Kippe stand. Wie brachten Sie es zum Laufen? Mir war bald klar, dass man mindestens 2 Millionen Franken günstiger sanieren kann. Weshalb? Da spielte sicher meine Erfahrung mit. Aber es gab auch klares Einsparungspotenzial. Das Schwimmerbecken musste beispielsweise nicht zwingend neu gekachelt werden. Auch die Ideen von Kinderplanschbecken, Rutschbahn oder Aussenbecken stammen von Ihnen. Solche Elemente sind heute einfach ein Muss, will man als Hallenbad attraktiv bleiben. Das Bewusstsein der Besucher hat sich stark verändert. Das Erlebnis steht im Vordergrund. Und heute kommen Familien auch mit ganz kleinen Kindern ins Hallenbad zum Schwimmen. Der Kredit reichte aber nur fürs Planschbecken. Vorerst, ja. Kilchberg hat aber ein offenes Ohr für weitere Attraktionen. Ein Aussenbecken kann zum Beispiel die Frequenz der Besucher massiv steigern. Auch die geplante Rutschbahn wäre im Raum Zürich einmalig gewesen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Resultat in Kilchberg? Das Hallenbad gehörte für mich mit seinem Flair schon vor der Renovation zu den schönsten der Schweiz. Nun bietet es das, was das heutige Publikum wünscht: helle, grosse Räume und einige Attraktionen. Ich bin überzeugt, seine positive Ausstrahlung wird noch zunehmen. Auch wenn der Eintrittspreis für Erwachsene 8 Franken beträgt? Misst man den Preis mit vergleichbaren Bädern, liegt er leicht über dem Durchschnitt. Gemessen am Aufwand ist der Preis aber alles andere als teuer. * Thomas Spengler berät Gemeinden bei der Hallenbadsanierung (zum Beispiel Lenzerheide, Davos und Pontresina) und ist Präsident des Verbandes Hallen- und Freibäder Deutschschweiz. Er ist Direktor der Sport- und Freizeitanlagen in Schaffhausen.

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