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Der FC Männedorf feiert und träumt von einem Kunstrasen

Die Männedörfler Fussballer begehen am Wochenende mit einem dreitägigen Fest den 50. Geburtstag ihres Vereins und schauen auf eine bewegte Zeit zurück.

Von Ueli Zoss Männedorf – Wer als Fussball-Dorfverein etwas auf sich hält, dokumentiert seine Klubgeschichte fein säuberlich. Chronist der ersten Stunde des FC Männedorf ist der 74-jährige Hans Pfiffner, eines der Gründungsmitglieder des FCM vor fünfzig Jahren. Pfiffners Schatzkiste ist eine Agenda. Die Zeitreise des FC Männedorf in seinem Büchlein beginnt im vorletzten Jahrhundert, Fussball war in der Gemeinde schon 1895 populär. Damals gründeten ein paar junge Briten aus dem Männedörfler Lehrinstitut und dem Stäfner Knabeninstitut den Institutsfussballclub. Um 1913 trennte sich der Klub in eine Stäfner und eine Männedörfler Fraktion. Nun hatten beiden Seegemeinden ihren eigenen Fussballklub. Die Vereine teilten sich zum Trainieren ein Feld im Widenbad. Im Clinch mit Schützen Der Haken an der Sache mit dem Trainingsgelände war: Das Terrain lag genau zwischen dem Schützenhaus und den Zielscheiben. Will man Pfiffners Überlieferungen Glauben schenken, schossen die Schützen über die Köpfe der Fussballer hinweg. 1920 vereinten sich die Spieler von Männedorf und Stäfa wieder und gründeten die Sea Boys, aus denen später der FC Stäfa hervorging. Bis zur Geburtsstunde des FC Männedorf vergingen nochmals 40 Jahre. Koni Möckli machtes sich schliesslich an die Gründung eines Fussballklubs. Am 26. August 1960 riefen der umtriebige Gärtnermeister und 16 Mitstreiter im Restaurant Schiffli den FC Männedorf ins Leben. Vier Jahre lang musste auswärts trainiert werden. Pfiffner, nunmehr Präsident des FCM, pflegte aber gute Beziehungen zur Sport-Toto-Gesellschaft, die nach zähem Verhandeln Geld für einen Fussballplatz lockermachte. 1964 konnte der Sportplatz Widenbad eingeweiht werden, die Gemeinde spendierte das Flutlicht für den neuen Platz. Pfiffner spielte beim neu gegründeten FCM aktiv mit. Gerne erinnert er sich an seine Zeit als stürmender Libero. In einem Freundschaftsspiel gegen Erlenbach gelangen ihm einst sechs Tore aufs Mal. In der 80er-Jahren spielte Männedorf in der 2. Liga und erreichte in der Saison 1985/86 mit Platz 2 die beste Klassierung aller Zeiten. Seit Mitte der 90er-Jahre tummelt sich der Klub in der 3. Liga. René Bachofen, langjähriges Vorstandsmitglied und Werbechef des FCM, sagt: «Es ist besser, ein guter 3.-Liga-Klub als ein schlechter 2.-Liga-Klub zu sein.» Mehrfach ausgezeichnet Heute zählt der FC Männedorf 22 Teams, hat 600 Mitglieder und ist ein eigentlicher Vorzeigeklub. Neunmal in Folge erhielt er vom Fussballverband der Region Zürich die Auszeichnung «Vorbildlich geführter Verein». Auf viel Lob stösst dabei regelmässig die Juniorenabteilung, die mittlerweile rund 300 Spielerinnen und Spieler umfasst. Gerade richtig zur Jubiläumsfeier leisteten die A-Junioren des FCM ihren Beitrag zum 50-jährigen Bestehen des Vereins. Sie gewannen in der abgelaufenen Saison den Meistertitel der Region Zürich und Umgebung. Frei von Sorgen ist der FCM aber nicht. «Seit längerem sind die beiden Rasenspielfelder und der Sandplatz im Widenbad überbeansprucht», sagt Bachofen. Der Jubilar wünscht sich darum einen Kunstrasen. Die Jubiläumsfestivitäten starten heute Abend mit einem «Klassentreffen» von ehemaligen und aktuellen Mitgliedern (nicht öffentlich). Am Samstag und Sonntag stehen auf dem Sportplatz Widenbad diverse Aktivitäten auf dem Programm. Infos: www.fcmaennedorf.ch

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