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Die Anti-Minarett-Plakate spalten die Schweiz

Mit einem umstrittenen Plakat werben die Minarettgegner für ihre Initiative. Basel hat die Kampagne bereits verboten.

Bevor das erste Plakat hängt, sorgt die Kampagne für die Anti-Minarett-Initiative schon für Ärger. Grund dafür ist das gewählte Bild einer verhüllten Frau vor einer Schweizer Flagge, auf der raketenähnliche Minarette stehen. Die Befürworter wollen das Plakat übernächste Woche in mehreren Städten aufhängen. Doch Basel hat dies wegen Rassismusverdachts bereits verboten. Der Soziologe Kurt Imhof findet das richtig. Das Sujet schade dem internationalen Ansehen der Schweiz, sagt er im Interview. Der Verweis auf die Meinungsfreiheit sei nur ein Scheinargument der Initianten. Auch die Zeitungsverlage hegen Bedenken gegenüber einer allfälligen Publikation des Inserats. Ringier hat es bereits abgelehnt. Das Bild setze Islam und Minarette mit Gewalt gleich. Dies sei herabwürdigend, sagte Ringier-Schweiz-Sprecher Stefan Hack zu einer Meldung des Zürcher Senders Radio1. Laut Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer verzichtet auch der «Tages-Anzeiger» auf das Inserat. Bei der Tamedia-Tochterfirma Espace Media, welche die Berner Zeitung und den «Bund» herausgibt, ist der Entscheid noch nicht gefallen. «Sobald wir eine entsprechende Anfrage erhalten, werden wir eine rechtliche Prüfung einleiten. Ich tendiere aus verschiedenen Überlegungen derzeit eher zu einer Absage», sagt Espace-Media-Chef Ueli Eckstein. mjc/sda Seite 3>

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