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Die Leute genervt

Der Pilot, der gestern bei Horriwil notlanden musste, nervte angeblich zuvor die Bevölkerung mit Akrobatikübungen.

Das Flugzeug, das sich gestern nach einer Notlandung bei Horriwil überschlug, machte vielleicht doch nicht nur einen gewöhnlichen Rundflug, so wie es der Besitzer der Unglücksmachine, erklärt hatte. Gestern meldete sich Nicole Sarasin auf der Redaktion. Sie und ihre Nachbarn in Subingen seien gestern kurz vor dem Absturz von massivem Fluglärm belästigt worden. Ein Kleinflugzeug habe über ihren Häusern Akrobaktikübungen geflogen. Dabei sei mehrmals der Motor abgestellt worden und habe dann nach einem Sturzflug wieder unvermittelt aufgeheult. Sie habe sich deshalb überlegt, auf dem Regionalflughafen Grenchen anzurufen, um sich zu beschweren. Zu ihrer Nachbarin habe sie sogar gesagt: «wenn er abstürzt, dann hoffentlich über dem Wald.» In letzter Zeit hätten zwischen Subingen und Inkwil regelmässig lärmige Akrobatikflüge stattgefunden, sagt sie. Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) erklärte Mediensprecher Anton Kohler gestern: «Die Untersuchungen laufen, zum Unfall können wir noch gar nichts sagen.» Dass im fraglichen Gebiet regelmässig Akrobatikflüge stattfinden würden, sei gut möglich. Formell seien dafür in der Schweiz zwar keine spezifischen Lufträume ausgewiesen. Auf den einzelnen Flughäfen gebe es jedoch Karten mit «geeigneten» Gebieten. Dazu gehörten eine schwache Besiedelung und klare Sichtreferenzen am Boden. Dass Akrobatikflüge mit Passagieren durchgeführt werden, erachtet der Bazl-Sprecher als unwahrscheinlich. rgw>

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